SPD-Generalsekretärin Barley: Merkel kneift vor Trump

SPD-Generalsekretärin Katarina Barley

SPD-Generalsekretärin Katarina Barley hat Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgeworfen, ihre Kritik an den USA inszeniert zu haben. "Es ist keine Kunst, im Bierzelt über Trump zu schimpfen", so die Generalsekretärin am Montag in Berlin. Haltung zeige sich aber im direkten Aufeinandertreffen.

Der US-Präsident hatte beim G7-Gipfel am Wochenende ein Bekenntnis zu den Pariser Klimaschutz-Zielen verweigert. "Sie hat erst dann den Mut, deutliche Worte zu finden, wenn Trump schon wieder weit weg ist".

Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder habe in der Auseinandersetzung mit seinem amerikanischen Amtskollegen, US-Präsident George W. Bush, gezeigt, "dass das auch anders geht".

In Europa "zu viel Porzellan zerschlagen" Merkel hatte am Sonntag in einer Bierzeltrede im Münchner Osten erklärt, dass Europa wegen der Abkehr Trumps von der westlichen Gemeinschaft das Schicksal in "die eigene Hand nehmen muss". Deutschland brauche einen "überzeugten Europäer an der Spitze", warb Barley für den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz. Barley führe den Wahlkampf nicht gut genug und sei zu passiv, beklagten Kritiker. Die Union liegt damit um 13 Prozentpunkte in Front.

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