Weiter Kämpfe in philippinischer Stadt Marawi

Philippinisches Militär fliegt Luftangriffe gegen Islamisten

Die südphilippinische Provinz ist seit Jahrzehnten Schauplatz von Gefechten zwischen der Armee und islamistischen Terrororganisationen, die für die Unabhängigkeit vom katholischen Norden kämpfen. Der Staat - ohnehin nicht zimperlich - schlägt hart zurück. Die Soldaten haben ihren Kampf gegen die Extremisten nach eigenen Angaben inzwischen ausgeweitet. Etwa 100 Mitglieder der islamistischen Terrororganisationen Abu Sayyaf und Maute fielen in die Stadt ein, zündeten Kirchen und Polizeigebäude an, erschossen Polizisten und nahmen dutzende Zivilisten als Geiseln.

Marawi - Nach tagelangen Gefechten mit Islamisten haben die philippinischen Regierungstruppen die Sicherheitsmaßnahmen rund um die umkämpfte Stadt Marawi im Süden des Landes verschärft. "Es ist nur eine Frage der Zeit" (bis zum Sieg).

Schätzungen zufolge sind bis zu 90 Prozent der rund 200.000 Einwohner Marawis auf der Flucht.

2000 Menschen sitzen demnach aber in Gebieten fest, die von den Terroristen kontrolliert werden. Er rief die Bedrängten dazu auf, sich in ihren Häusern zu verschanzen.

Nach Angaben des Militärs sind laut CNN unter den Toten 61 Terroristen, 19 Zivilisten, elf Soldaten und vier Polizisten. Die Regierung beklage den Tod von 13 Soldaten und 4 Polizisten. Zudem gebe es 24 zivile Opfer.

Die örtliche Polizei teilte mit, acht Männerleichen in einer Schlucht unweit eines Kontrollpostens des Militärs gefunden zu haben.

Die Islamisten hatten am Dienstag die Stadt Marawi 800 Kilometer südlich von Manila angegriffen.

Bei den Islamisten handelt es sich überwiegend um Angehörige einer lokalen Terrorgruppe namens Maute, die dem "Islamischen Staat" (IS) Treue geschworen hat. Staatspräsident Rodrigo Duterte hat deshalb das Kriegsrecht verhängt.

Ein hochrangiges Militärmitglied erklärte, sie täten ihr Bestes, um die Gegend so schnell wie möglich zu räumen. "Wir entschuldigen uns bei unseren muslimischen Brüdern für die Störung am ersten Tag des Ramadan", sagte er weiter.

Dutertes Sprecher Ernesto Abella sagte, als Reaktion auf das Kriegsrecht hätten andere - kommunistische - Rebellen ihren Kämpfern befohlen, "Attacken gegen die Regierung zu beschleunigen und zu verschärfen". Beide Parteien hatten sich im April auf einen Waffenstillstand geeinigt, die Bedingungen dafür aber noch nicht ausgehandelt.

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