Wiederwahl und Abschied: Piëch beim Porsche-Aktionärstreff?

Ferdinand Piëch der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende der VW AG

Der Enkel des Firmengründers und VW-Käfer-Entwicklers Ferdinand Porsche könnte heute seinen letzten großen Auftritt auf der Autobühne haben. Finanzbehörden müssen dem Deal für seine Gültigkeit noch zustimmen - so lange das nicht getan ist und Piëch formal noch Großaktionär bei der Porsche SE ist, soll er seinen Aufsichtsratsposten behalten. Er blieb den Porsche-SE-Versammlungen 2015 und 2016 fern. So lange die Transaktion noch nicht förmlich abgeschlossen ist, will Piech dem Aufsichtsrat weiter angehören.

Denn klar ist auch: Den Stuhl als Porsche-Kontrolleur, auf dem er schon seit 1981 sitzt, wird Piëch bald räumen. Weitere Vorzüge für das Land Niedersachsen wurden nach einem EuGH-Urteil 2007 gestrichen.

10,8 Prozent der Stammaktien befinden sich in Streubesitz.

Piëch hatte sich 2015 durch einen Machtkampf mit seinem langjährigen Vertrauten und früheren VW-Chef Martin Winterkorn mit Familienmitgliedern und den anderen VW-Aufsichtsräten zerstritten. Bei der Aufarbeitung des Skandals belastete Piech später diverse Aufsichtsräte, unter anderem auch seinen Cousin Wolfgang Porsche.

Volkswagen ist durch die Manipulation der Abgasreinigung bei elf Millionen Diesel-Pkw weltweit in die Krise gestürzt. Klar ist nur, dass der Piëch-Stamm in dem mächtigen Autoclan auch künftig mehr als 25 Prozent an der PSE hält und somit die Sperrminorität hat.

Die PSE hält als Hauptaktionär die Mehrheit der Stimmrechte am Autohersteller VW. Die im Jahr 1957 geborene Louise Kiesling sitzt im VW-Aufsichtsrat.

In dieser Stiftung haben die Nachfahren von Ferry Porsche ihre Anteile gebündelt. Doch an diesem Tag ist er wieder da: Der 80-Jährige betritt die Stuttgarter Arena und nimmt auf der Bühne in der hinteren Reihe Platz, zwischen Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück und seinem Vetter Hans-Peter Porsche. Auch personell gibt es eine enge Verbindung zwischen Volkswagen und der Porsche SE. Eigentümer der Porsche GmbH ist die Salzburger Porsche Holding Gesellschaft m.b.H. Er ist aber im Zuge des Dieselskandals zurückgetreten und nicht mehr aktiv in der Porsche SE. Die Arbeitnehmerseite verzichtete auf die Präsenz in dem Kontrollgremium, da nach einer einvernehmlichen Regelung die Mitbestimmung in der Dachgesellschaft ausgesetzt wurde.

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