Bangladesch: 450 000 auf der Flucht vor Zyklon

Tausende brachten sich in Sicherheit

Nach Schätzungen der örtlichen Behörden beschädigte Zyklon "Mora" in den Küstengebieten mehr als 20.000 strohgedeckte Häuser. Durch umstürzende Bäume starben ein Mann und eine Frau im Bezirk Cox's Bazar, wie die Polizei mitteilte. "Wir versuchen, das volle Ausmaß des Schadens abzuschätzen um die Betroffenen zu unterstützen", sagte der für Straßenbau zuständige Minister Obaidul Quader.

Ein Tropensturm ist über den Südosten von Bangladesch hinweggefegt und hat mehr als 100 Häuser beschädigt. "An manchen Orten wurden fast alle Hütten aus Blech, Bambus und Plastik platt gewalzt", sagte Abdus Salam der Nachrichtenagentur AFP. Mehrere Menschen seien verletzt worden, es gebe aber keine Toten. Einige von ihnen hätten sich selbst in Schulen oder Moscheen geflüchtet, berichtete Mohammad Anam.

Südasien wird zu Beginn der Monsunzeit häufig von derartigen Unwettern heimgesucht. Vergangenes Wochenende war der Inselstaat Sri Lanka betroffen. Dabei kamen nach vorläufigen Angaben mehr als 180 Menschen ums Leben. Der Zyklon beschädigte zudem tausende Häuser. Zyklon Mora sollte die Hafenstadt Chittagong am Dienstag (Ortszeit) erreichen.

In Sri Lankas Staatsfernsehen wurde unter anderem um Hilfe bei der Säuberung von verunreinigten Trinkwasserbrunnen sowie bei der Bergung von Opfern gebeten. Nach Regierungsangaben hatten 40 Prozent der Menschen in den Unwettergebieten keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Der Sturm schwächte sich im Laufe des Dienstags ab, viele Bewohner konnten bereits wieder in ihre Häuser zurückkehren. Ein drittes Schiff wurde am Dienstag erwartet. Die UNO kündigte an, Container mit Trinkwasser sowie Wasserreinigungstabletten bereitzustellen. Die Regierung schickte Lebensmittel zu 400 Notunterkünften, wie ein Mitarbeiter des Katastrophenschutzes sagte. Auch die Regierung in Colombo wollte aus Angst vor einem Dengue-Ausbruch zusätzliche Ärzte entsenden.

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