Bericht der Krankenkassen Ärzte machen etwas weniger Behandlungsfehler

Nach Angaben der gesetzlichen Krankenkassen ist die Zahl der medizinischen Behandlungsfehler 2016 zurückgegangen

"Dazu gehören eine Meldepflicht für Behandlungsfehler und eine intensivere Forschung im Bereich Patientensicherheit".

Dass die Zahl der bestätigten Behandlungsfehler leicht zurückgegangen sei, bedeute jedoch nicht, dass sich das Risiko, einen Behandlungsfehler zu erleiden, generell verringert hätte, erläuterte der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) seine Statistik für 2016. In knapp jedem vierten Fall, nämlich bei 3.564 Behandlungen, bestätigten die Fachärzte des MDK den Verdacht der Patienten. Das waren weniger als im Jahr davor. Der Medizinische Dienst kritisierte, dass Daten zu Behandlungsfehlern in Deutschland nur punktuell vorlägen. Bestätigten die unabhängigen Gutachter einen Verdachtsfall, so einigten sich die Behandler meist außergerichtlich mit den Versicherten. 3564 Mal führte der Fehler zu einem Schaden beim Patienten.

Neben den Krankenkassen erfassen auch Gerichte, Haftpflichtversicherer sowie die Ärztekammern Vorwürfe zu mutmaßlichen Behandlungsfehlern. Zwei Drittel der Vorwürfe betrafen demnach Behandlungen in der stationären Versorgung, ein Drittel Behandlungen durch niedergelassene Ärzte. In den Jahren 2014 (226) und 2013 (196) waren allerdings noch mehr Behandlungsfehler von Ärzten oder Pflegern ermittelt worden. Zwölf Prozent der Beschwerden betrafen innere Medizin und Allgemeinmedizin, jeweils weitere neun Prozent Allgemeinchirurgie und Zahnmedizin, sieben Prozent die Frauenheilkunde und vier Prozent die Pflege.

Es gebe vermutlich eine hohe Dunkelziffer, sagte Pressesprecher Jan Gömer. "Jeder Fehler ist ein Fehler zu viel, doch wir sind hier im Promillebereich und in internationaler Spitzenposition", erklärte Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der DKG.

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