Borussia Dortmund trennt sich von Trainer Tuchel

BVB-Geschäftsführer Hans Joachim Watzke und der designierte nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet posieren in Berlin mit dem DFB-Pokal

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hat sich nach monatelangen Querelen von seinem Trainer Thomas Tuchel getrennt.

Dortmund beendete die zweite Saison unter Tuchel hinter Meister Bayern München und Aufsteiger RB Leipzig auf Rang drei.

"Ich bin dankbar für zwei schöne, ereignisreiche und aufregende Jahre", schrieb Tuchel zuvor schon um 12.47 Uhr in seinem erst am Vormittag eigens eingerichteten Twitter-Account. "Schade, dass es nicht weitergeht". Zudem ist Tuchel mit 2,1 Punkten pro Spiel in der 1. Bundesliga der erfolgreichste Trainer in der BVB-Geschichte - erfolgreicher auch als die legendären Jürgen Klopp und Ottmar Hitzfeld (je 1,9 Punkte).

Als größter Favorit gilt Lucien Favre. Der Klub bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung".

Zu den Hintergründen der Trennung wolle man sich nicht äußern. Obwohl der 43 Jahre alte Tuchel mit der direkten Qualifikation der Borussia für die Champions League und dem Pokalsieg erfolgreiche Arbeit geleistet hatte, wurde die eigentlich bis 2018 vertraglich fixierte Zusammenarbeit vorzeitig beendet. Tuchel dankte den Dortmunder Fans, der Mannschaft, seinem Staff und allen, "die uns unterstützt haben. Wünsche dem BVB alles Gute", erklärte Tuchel in einem weiteren Tweet. "Das Wohl des Vereins Borussia Dortmund, den viel mehr als nur der sportliche Erfolg ausmacht, wird grundsätzlich immer wichtiger sein als Einzelpersonen und mögliche Differenzen zwischen diesen", ergänzte der BVB.

Zuletzt waren unterschiedliche Auffassung zwischen Trainer und BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bei der Frage öffentlich geworden, ob die Champions-League-Partie gegen Monaco nur einen Tag nach dem Sprengstoffanschlag auf den Teambus hätte ausgetragen werden dürfen. Vielmehr legte BVB-Kapitän Marcel Schmelzer gegen Tuchel nach wegen der Ausbootung von Nuri Sahin, der in Berlin trotz der Verletzung seines Mittelfeldkollegen Julian Weigl nicht mal im Kader stand: "Ich war geschockt".

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