Brexit: Theresa May lehnt EU-Austritt um jeden Preis ab

Theresa May Einen schlechten Brexit Vertrag mit der EU werde sie nicht unterzeichnen sagte Großbritanniens Premierminsterin Theresa May bei einem TV-Auftritt kurz vor der Wahl

Es darf davon ausgegangen werden, dass hinter der Türen von Nummer Zehn in Downing Street bereits alles für den Erdrutschsieg vorbereitet war.

Jeglichen Spekulationen über eine Verschiebung der Brexit-Verhandlungen erteilte May eine Absage. Weil sich dagegen massiver Widerstand formierte - Opposition, aber auch traditionell Tory-nahe Zeitungen sprachen von einer "Demenzsteuer", zog May den Programmpunkt zurück.

Nach den jüngsten Umfragen liegen die Tories mit 43 bis 46 Prozent der Stimmen noch immer deutlich vor Labour mit 32 bis 36 Prozent. Zum Vergleich: Im April, als May Neuwahlen ankündigte, sahen die Umfrageinstitute die Konservativen noch mehr als 20 Prozentpunkte vor Labour. Die Wahl, sie galt als unverlierbar.

Gut eine Woche vor der Abstimmung hat sich die Situation geändert. Klar wurde jedenfalls die Strategie der beiden Parteien für den Wahlkampfendspurt: Die Tories wollen eine Zuspitzung zwischen May und Corbyn. Auch sechs andere Umfragen hatten gezeigt, dass die Konservativen nach dem Anschlag in Manchester am 22. Mai an Vorsprung einbüßten. Gleichzeitig warfen sie sich genau das einander vor.

Letzten Endes mussten sich May und Corbyn Fragen stellen, mit denen Publikum und Moderatoren zielsicher ihre wunden Punkte getroffen haben. Deshalb beantworteten die Politiker am Montagabend lediglich Fragen des Moderators und von Zuschauern im Studio. Von 18 auf 6 Prozent ist der Vorsprung von May auf die unter Jeremy Corbyn (68) nach links gerückte Labour-Partei (Sozialdemokraten) innerhalb von nur zwei Wochen geschrumpft. Ihre als "stark und stabil" gepriesene Führung stellte sich als wacklig und wankelmütig heraus.

Die mahnende Präsenz der Theresa May Dass die britische Premierministerin der Brexit-Debatte des Oberhauses beiwohnt, ist ein außergewöhnlicher Schritt. Dass er keine schlüssige Position zum Thema Brexit vorlegen konnte, geriet da ins Hintertreffen. "Wir werden dort sein, um den richtigen Deal auszuhandeln, aber wie ich schon sagte, kein Deal ist besser als ein schlechter", erklärte May in einem Fernsehinterview. Diese harte Linie kommt zwar bei trotzigen Brexit-Anhängern an, die Mehrheit der Ökonomen bezeichnet solch ein Szenario jedoch als Katastrophe. Corbyn erklärte, es dürfe keine Außenpolitik geben, die zur Folge habe, dass ganze Regionen "ohne Regierung "blieben, wie etwa in Libyen". Vor allem bei dem bevorstehenden EU-Austritt zeigten sich in der Sendung von SkyNews/Channel 4 die Unterschiede zwischen den Konkurrenten von den regierenden Konservativen und der oppositionellen Labour-Partei.

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