Chaos beim TSV 1860 München nach Abstieg: Ian Ayre und Cassalette weg

Jahn Regensburg und 1860 München spielen um eine Platz in der Zweiten Bundesliga

Der Sturz in die Drittklassigkeit wirkt sich für den ohnehin am Tropf von Ismaik hängenden TSV 1860 München auch finanziell aus: Statt rund sechs Millionen Euro Fernsehgeld erhalten die Löwen künftig nur noch eine Million, außerdem entfällt die Garantiesumme vom Vermarkter Infront in Höhe von fünf Millionen Euro. Nun ist es eingetreten. Ich bin nicht nur Trainer, sondern auch Fußballfan. Nach dem 1:1 im Relegations-Hinspiel bei Jahn Regensburg setzte es zu Hause eine 0:2-Niederlage für den TSV 1860.

Der erst im April angetretene Geschäftsführer Ian Ayre hatte bereits vor dem wichtigsten Spiel der Saison seine Kündigung eingereicht.

Pereira war im Winter von Investor Hasan Ismaik verpflichtet worden. Der Jordanier hatte versichert, auch in der 3. Liga weiterzumachen. Er wolle einem Neuanfang nicht im Wege stehen, teilte der Klub mit.

Für den TSV 1860 München wird nun ein Alptraum Realität. Der 48-Jährige bedankte sich bei allen im Verein. "Unglücklicherweise" habe er in den nur acht Wochen seiner Arbeit für die Löwen eine Situation vorgefunden, in der die Anteilseigner "weder in einem gemeinsamen Interesse noch einer vereinbarten Vision für den Verein" zusammengearbeitet hätten, äußerte der 54-Jährige in einem Statement für die Zeitung "Liverpool Echo".

Aber der Reihe nach: Zunächst waren die Löwen besser in die Partie gekommen und spielten sich die ersten Torchancen des Spiels heraus. Nur sechs Spieler haben einen Vertrag, der Rest kann ablösefrei gehen - und wird das wohl auch. "Löwen, wir brauchen Euch!". Man werde sich "die notwendige Zeit nehmen, um diese Pläne in Ruhe durchzugehen und alle Optionen sorgfältig zu prüfen". Eine Beruhigungspille, eiligst verabreicht, aber vermutlich wirkungslos. Der Österreicher dankte aber auch dem friedlichen Teil der Anhänger: "Es ist überragend, wie uns die Fans die Saison über immer unterstützt haben". Und die Fratze des wütenden Löwen, als die aufgebrachten Fans aus der Nordkurve zehn Minuten vor Schluss den Platz stürmen wollten und eine lange Spielunterbrechung verursachten.

Nach dem schnellen Aufmarsch der Polizei ging es nach 14 Minuten weiter - eine weitere Eskalation sollte dadurch verhindert werden. Jahn-Torwart Philipp Pentke bezeichnete die Vorkommnisse ein "Unding". Es flogen weiter Sitze und Stangen in den Regensburger Strafraum, Siebert brach die Partie jedoch nicht ab.

Als der Schlusspfiff ertönte, wich die Wut auf den Tribünen schlagartig stillem Entsetzen. Ob 1860 auch in der 3. Liga Mieter in der riesigen Arena des ungeliebten FC Bayern bleibt, ist nur eine Frage.

Die Spieler von Regensburg feiern den Austieg.

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