Europa: Kroos und Khedira als Rivalen im Champions-League-Finale

Toni Kroos sieht Zukunft in Madrid

Berlin - Fußball-Weltmeister Toni Kroos von Real Madrid hat vor dem Finale der Champions League Respekt vor der Stärke des Gegners Juventus Turin in der Defensive gezeigt. Zum ersten Mal in der glorreichen Königsklassen-Geschichte kämpfen zwei deutsche Stars mit ausländischen Finalisten um Europas Fußballkrone.

Im ausführlichen Interview erzählt Sami Khedira, wie intensiv momentan der Kontakt zu Nationalelfkollege und Real-Star Toni Kroos ist, wie er die Lobeshymne von Gigi Buffon auf ihn erwidert, was ein Besuch in Afrika im vergangenen Sommer bei ihm ausgelöst hat und ob ihn ein Wechsel in die Premier League reizt.

Bundestrainer Joachim Löw sieht seine beiden Leistungsträger als Schlüsselfiguren beim Endspiel-Spektakel am Samstag in Cardiff. "Es ist ein Duell auf Augenhöhe, in dem alles möglich ist, in dem Nuancen über Sieg und Niederlage entscheiden werden", sagt Khedira zu den Chancen gegen den Titelverteidiger. "Wir alle lieben ihn". "Wir alle lieben ihn", schwärmte Madrids Coach Zinedine Zidane. "Mit welcher strategischen Klarheit er spielt und gleichzeitig mit welcher Kreativität und Phantasie, mit welcher guten Technik". Über einen neuen Vertrag in München wurde seinerzeit keine Einigkeit erzielt.

"Das nagt irgendwann an den Nerven": Sami Khedira über seine Zeit bei Real Madrid. Anders als Ballverteiler und Edeltechniker Kroos verkörpert der frühere Stuttgarter klassische deutsche Tugenden: Willen und Einsatz, dazu besticht er mit einer ungeheuren Dynamik. Wie wichtig Khedira wirklich ist, merkt man immer erst dann, wenn er draußen ist. "Nur: Mit elf Dybalas würde man wahrscheinlich gegen den Abstieg spielen".

Khedira hat fünf Jahre lang für die Königlichen gespielt. Seine Fähigkeiten als Stabilisator werden im Defensivliebhaberland Italien höher geschätzt.

Der 70-malige Nationalspieler hat durch das Double mit Juve in dieser Saison bereits seinen vierten nationalen Pokal und die vierte nationale Meisterschaft seiner Karriere gewonnen. "Er ist außergewöhnlich, beidfüßig und ein unglaublich intelligenter Spieler".

Privat hat sich Khedira seit der Trennung von Model Lena Gercke aus dem Fokus der Öffentlichkeit zurückgezogen. "Pur"-Fan Kroos tritt im Gegensatz zu Khedira aber etwa als Gala-Veranstalter für seine Stiftung auch im größeren Rahmen auf". "Es gibt nicht mehr die Duelle, die es früher mal gab, in denen der eine dem anderen 90 Minuten hinterher läuft und ihn ausschalten muss". Doch besonders ist dieses Kräftemessen allemal.

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