Explosion bei Munitionssammler löst Großeinsatz aus

In diesem Hof sind die Granaten gefunden worden

Anfang der Woche explodiert eine Kiste mit Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg.

Nach der Granatenexplosion in Hennef geben die Ermittler keine vorschnelle Entwarnung. Sie stoßen auf dem Grundstück des Munitionssammlers auf weitere gefährliche Teile und suchen das Haus mit Spürhunden ab.

Die Einsatzkräfte waren am Nachmittag wegen eines Explosionsgeräuschs zu einem Haus gerufen worden.

"Wir haben noch vereinzelt Granaten gefunden, die aber zum größten Teil unbrauchbar gemacht worden waren", erklärte Polizeisprecher Burkhard Rick am Dienstagmittag. Auch sei Munition in zwei Eimern entdeckt worden. Die Experten fanden dort eine noch scharfe Handgranate und eine Tüte mit Schrotmunition. Verletzt wurde dabei niemand.

Die Explosion löste aber einen Brand aus und führte zu einem Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk. Das Haus soll nun von Sprengstoffspürhunden abgesucht werden. Ob die Detonation wie zunächst vermutet durch die starke Sonneneinstrahlung ausgelöst wurde, stehe noch nicht endgültig fest, sagte der Polizeisprecher. Das Haus sei derzeit nicht bewohnbar, eine Garage sei abgerissen worden. Die mehr als 80 Jahre alten Eltern wurden bei dem Einsatz am Montag ebenso wie viele Nachbarn auch in Sicherheit gebracht.

Der 51-Jährige sei inzwischen kooperationsbereit und sage auch, wo noch gefährliches Material liegen könnte.

Hennef. Der Munitionssammler aus Hennef an der Sieg kommt vorerst nicht in Haft. Gegen ihn wird jetzt wegen möglicher Verstöße gegen das Spreng- und das Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt. Die Granaten habe er nach eigener Aussage auf Trödelmärkten zusammengekauft.

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