Flugverkehr: Verwirrung um Laptop-Verbot auf Flügen in die USA

Ein Laptop bei der Sicherheitskontrolle auf einem Flughafen

Verwirrung um ein mögliches Laptop-Verbot in der Kabine auf Transatlantikflügen aus Europa in die USA: Das US-Heimatschutzministerium hat Berichten aus Brüssel widersprochen, wonach ein mögliches Verbot vom Tisch sei. Betroffen sind insgesamt zehn Flughäfen im Nahen Osten und Nordafrika - in Marokko, Ägypten, der Türkei, Jordanien, Kuwait, Qatar, Saudi-Arabien und den Vereinigte Arabischen Emiraten. "Diese Berichte sind absolut falsch", sagte ein Ministeriumssprecher der Deutschen Presse-Agentur in Washington. Großbritannien führte ein ähnliches Verbot für Flüge aus sechs Staaten ein. Die Überlegungen gehen auf Geheimdienstinformationen zurück. Demnach solle Terrororganisationen Methoden entwickelt haben, um Sprengsätze in Laptops und anderen elektronischen Geräten zu verbergen. Das sei das Ergebnis einer Telefonkonferenz zwischen US-Vertretern und der EU-Kommission am Dienstag, zitierte die Deutsche Presse-Agentur am Dienstagabend ungenannte Quellen in Brüssel. Diese Maßnahme sei "weiter auf dem Tisch". Heimatschutzminister Kelly argumentierte noch am Sonntag, es gebe "eine echte Bedrohung gegen die Luftfahrt".

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) zeigte sich offen für verschärfte Sicherheitsmaßnahmen. Der neuen Regelung, die seit März gilt, unterliegen Laptops und Tablets, aber auch größere Kameras. Inwiefern ein im Frachtraum transportierter Laptop größere Gefahren birgt als ein in der Kabine mitgeführter, ist aber noch unklar. Medizinische Geräte bleiben an Bord erlaubt. Im Zweifel gehe "Sicherheit vor Bequemlichkeit". Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) kritisierte hingegen das geplante Verbot bei ihrem Besuch in den USA und verwies auf "Millionenschäden" für Unternehmen, deren Mitarbeiter nicht mehr im Flugzeug arbeiten können.

Bereits im Mai gab es Gerüchte und Spekulationen, dass die Vereinigten Staaten den "Electronics Ban" für Notebooks auf europäische Flughäfen ausweiten könnte.

Kritik an einem geplanten Verbot für technische Großgeräte in der Flugzeugkabine kam etwa aus der Wirtschaft.

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