Fußball: Jahn Regensburg stürzt 1860 München in die Drittklassigkeit

Philipp Pentke

Der umstrittene Investor Hassan Ismaik hatte den Engländer nach München geholt.

München - Beim Zweitliga-Absteiger 1860 München sind Geschäftsführer Ian Ayre und Präsident Peter Cassalette zurückgetreten.

Bei so einer sehr schlechten Leistung ihrer Mannschaft wollten die Fans der "Löwen" nicht mehr länge runtätig zusehen und sorgten für eine minutenlange Unterbrechung im Relegationsspiel zwischen 1860 München und dem SSV Jahn Regensburg.

Die Gäste kehren dagegen vier Jahre nach dem Abstieg in die 2. Liga zurück. Zwar hatten 62200 Zuschauer für eine Relegations-Rekordkulisse und mitreißende Stimmung in der Allianz-Arena gesorgt, doch jubeln konnten am Ende nur die 7000 mitgereisten Jahn-Fans. Sie waren fußballerisch absolut überlegen.

"Das ist ein schönes Gefühl. Diese Freude, dieses Glück", schwärmte Trainer Heiko Herrlich.

"Was da in der Schlussphase passiert ist, war schon ein bisschen crazy". Selbst 1860-Urgestein und Co-Trainer Daniel Bierofka konnte die Anhänger nicht besänftigen.

München. Eisenstangen und Sitzschalen flogen in den Strafraum, ein Großaufgebot der Polizei versuchte, die Spieler zu schützen.

Im Gegensatz zum glücklichen Relegationserfolg gegen Holstein Kiel 2015 gelang den Sechzigern diesmal kein Happy End im entscheidenden Rückspiel. Trainer Vitor Pereira kommt für den sportlichen Neuanfang nicht infrage. Anders Regensburg: Das Kollektiv funktionierte und zeigte sich zweitliga-tauglich.

Der Sturz in die Drittklassigkeit wirkt sich für den ohnehin am Tropf von Ismaik hängenden TSV 1860 auch finanziell aus: Statt rund sechs Millionen Euro Fernsehgeld erhalten die Löwen künftig nur noch eine Million, außerdem entfällt die Garantiesumme vom Vermarkter Infront in Höhe von fünf Millionen Euro. Ein totaler Neuaufbau wird folgen müssen. "Dieser Abstieg - das ist so bitter". Der Meister von 1966 verlor die Auf-/Abstiegsbarrage gegen Jahn Regensburg. "Die Verantwortung liegt bei mir". Zugleich kündigte er "grundlegende Änderungen auf allen Ebenen" an und gab sich selbstkritisch: "Alles, was ich in den vergangenen Jahren unternommen habe, um den Verein voranzutreiben, ist gescheitert". Fragen wollte er nach seinem Eingangsstatement nicht beantworten. Das Spiel wurde nur deshalb beendet, um noch größere Zwischenfälle zu verhindern.

Die Regensburger Spieler ließen sich auch durch die spektakuläre Kulisse nicht beeindrucken.

Herrlich hatte sein Team im Vergleich zum Hinspiel auf einer Position verändert. Beim ersten Tor tunnelte Thommy Gegenspieler Marnon Busch. Die Hereingabe vollendete Pusch. Die Münchner brauchten wegen der Auswärtstorregel nun mindestens drei Tore.

Pereira reagierte und brachte nach dem Seitenwechsel mit Ivica Olic und Sascha Mölders für Aigner und Gytkjaer ein frisches Sturmduo. Regensburg löste die Verteidigung des Vorsprungs nicht nur mit Kampfgeist, sondern spielerisch ansehnlich.

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