Große Nachfrage Mehr Wohnungen fertig gestellt: Höchster Stand seit 2004

Bauboom in Berlin

Der Boom im deutschen Wohnungsbau hält weiter an. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, waren das 12,1 Prozent oder 30.000 fertig gestellte Wohnungen mehr als im Vorjahr.

Eine höhere Zahl hatte es zuletzt 2004 mit 278 000 errichteten Wohnungen gegeben. Die im Jahr 2011 begonnene positive Entwicklung setzte sich somit weiter fort. Die Baubranche profitiert seit längerem von niedrigen Zinsen.

Der Verband, nach eigenen Angaben zuständig für rund 50 Prozent des Neubaus in Deutschland, rechnet nicht damit, dass die Zahl der Baufertigstellungen in den kommenden Jahren steigen wird.

Allerdings gehen Bundesregierung und Baubranche davon aus, dass etwa wegen der steigenden Nachfrage in Ballungsräumen und der Zuwanderung jährlich mindestens 350.000 neue Wohnungen nötig wären. Dieser Anstieg resultierte insbesondere aus der Fertigstellung von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (+ 9,6 Prozent beziehungsweise + 10.100 Wohnungen) sowie in Wohnheimen (+ 59,3 Prozent beziehungsweise + 5.300 Wohnungen). Erheblich zugenommen haben die durch Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden fertig gestellten Wohnungen (+ 36,0 % beziehungsweise + 9 900 Wohnungen). Fast 130.000 Wohnungen davon müssten allein in den 20 größten Städten entstehen.

Das führte laut Statistischem Bundesamt zu einem Überhang von gut 605 000 genehmigten, aber nicht fertig gestellten Wohnungen. Gründe seien der Mangel an Bauland, die fehlende Aussicht auf eine Besserung der bürokratischen Rahmenbedingungen und der "überregulierte" Wohnungsmarkt. Vom Neubaubedarf bleibe man auch künftig "meilenweit entfernt".

Angesichts der aktuellen Zahlen erklärte Bundesbauministerin Barbara Hendricks am 23. Mai: "Das sind gute und wichtige Zahlen". "Wir sind beim Wohnungsbau auf dem richtigen Weg, müssen aber noch weitergehen".

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