Grüne: Klimaschutz und E-Mobilität sollen Grüne aus der Defensive holen

Spitzenkandidaten

Geschlossenes Auftreten gehört zu den Wahlkampf-Strategien der Ökopartei, die in Umfragen bei sechs bis acht Prozent liegt.

Wo ist die Wunschliste verhandelbar?

Die Bundesvorsitzenden der Partei Bündnis 90/Die Grünen, Cem Özdemir und Katrin Göring-Eckardt. Die Grünen wollen damit klar machen, was für sie die entscheidenden Punkte für eine mögliche Regierungsbeteiligung sind. Was also von der grünen Wunschliste verhandelbar ist und was nicht, ließen die Spitzenkandidaten offen.

Auch beim Thema Kohle und Luftverschmutzung fehlt ein konkretes Ausstiegsdatum, im Papier heißt es zwar, man wolle die 20 schmutzigsten Kohlekraftwerke sofort abschalten, aber das Wort sofort konkretisiert Özdemir auch trotz mehrfacher Nachfrage nicht.

Im Interesse einer nachhaltigen Landwirtschaft soll nach dem Willen der Grünen die industrielle Massentierhaltung über die nächsten 20 Jahre durch artgerechte Tierhaltung ersetzt werden. "Quoten bleiben das wirksamste Mittel, ob im Dax-Vorstand oder an den Spitzen von Verwaltungen".

Wirklich resolut klangen die Grünen-Spitzenkandidaten nur bei zwei Punkten: "Gleichberechtigung steht im Grundgesetz nicht zur Disposition", sagte Göring-Eckardt: "Wenn wir Grüne regieren, dürfen Schwule und Lesben heiraten". In der Integrationspolitik befürworten sie den Familiennachzug von Flüchtlingen und wenden sich gegen Forderungen nach einer Grundgesetzänderung für eine Obergrenze beim Asylrecht.

Beim Megathema Flüchtlinge hofft die Partei weiter auf die Willkommenskultur der Deutschen. Wer in Deutschland geboren wird, solle automatisch deutscher Staatsbürger sein. Weitere Verschärfungen im Asylrecht sowie Abschiebungen in Krisengebiete lehne man ab. Darin listet die Partei die zentralen Punkte ihres Wahlprogramms auf. Er machte allerdings klar: Für dieses Papier hafteten die Spitzenkandidaten persönlich "mit unserem Gesicht". Deshalb müsse es realistisch und umsetzbar sein. Das heißt sowohl Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann als auch Jürgen Trittin, Claudia Roth und Robert Habeck.

"Man muss ja nicht so tun, als ob jetzt immer schon der Eindruck bestanden hätte, die Grünen würden immer an einem Strang ziehen und das vor allem auch in dieselbe Richtung".

Özdemir, der Realo, der als Kandidat für eine schwarz-grüne Koalition gilt, umwarb zudem die Autobauer als Partner: "Wir Grüne bekennen uns zur Autoindustrie", sagte er.

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