Im Mai Zahl der Jobsucher auf 2,5 Millionen gesunken

Im Monat Mai waren 2,498 Millionen Männer und Frauen in Deutschland ohne Job

Mit 2,5 Millionen Erwerbslosen im Mai gibt es den niedrigsten Stand seit 26 Jahren. Dies war der niedrigste Wert in einem Mai seit dem Jahr 1991. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch in Nürnberg mitteilte, waren im Mai 2,498 Millionen Arbeitslose bei der Behörde registriert. "Bei guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen entwickelt sich auch der Arbeitsmarkt weiter günstig", sagte BA-Vorstandschef Detlef Scheele. Die Arbeitslosenquote verringerte sich binnen eines Monats um 0,2 Prozentpunkte auf 5,6 Prozent.

Der Rückgang hat vor allem saisonale Gründe: Mit dem Frühjahrsbeginn stocken Baufirmen, Landschafts- und Gartenbautriebe, aber auch die Gastronomie ihre Belegschaft deutlich auf.

Die Beschäftigungsquoten von Frauen sind in vielen Regionen schon auf dem Stand der Männer.

Bei der Bundesagentur für Arbeit sieht man allerdings auch Anzeichen für eine Abschwächung einiger positiver Trends: "Die Erwerbsbeteiligung von Frauen hat in einigen Regionen bereits das Niveau der Männer erreicht", sagte BA-Chef Scheele am Vortag bei einem Presseseminar in Lauf an der Pegnitz. Im Westen ging die Zahl um 5000 zurück, im Osten um 4000. Die Alterung der Gesellschaft führt allerdings bundesweit dazu, dass die hohe Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften in vielen Branchen immer schwerer zu decken ist. Im Durchschnitt rechnen die Ökonomen mit einer Erwerbslosenzahl um die 2,5 Millionen. Noch stärker gewachsen ist die Zahl sozialversicherungspflichtiger Stellen. Der Grund liegt dabei weniger im Jobaufbau, sondern sei demografisch bedingt, heißt es im Monatsbericht der BA. Die meisten Mitarbeiter würden derzeit im verarbeitenden Gewerbe, im Handel, in qualifizierten Unternehmensdienstleistungen sowie im Baugewerbe gesucht. Im Vergleich zum Vorjahr lag er 15 Punkte höher. Auch in der Zeitarbeit steige der Personalbedarf weiter. Ein Teil des Stellenwachstums sei aber auch auf die in Boomzeiten größere Bereitschaft zu Jobwechseln zurückzuführen. Da es zudem immer schwieriger werde, geeignete Mitarbeiter zu finden, blieben immer mehr Stellen immer länger unbesetzt. Dafür sprächen nicht nur die Erholung der Weltkonjunktur und die damit verbesserten Exportchancen für die deutsche Industrie.

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