May: Kein Brexit-Vertrag besser als ein schlechter

Theresa May Einen schlechten Brexit Vertrag mit der EU werde sie nicht unterzeichnen sagte Großbritanniens Premierminsterin Theresa May bei einem TV-Auftritt kurz vor der Wahl

London. Rund eine Woche vor der Parlamentswahl in Großbritannien haben Premierministerin Theresa May und ihr Herausforderer Jeremy Corbyn im britischen Fernsehen um Wählerstimmen gekämpft. "Wir werden dort sein, um den richtigen Deal auszuhandeln, aber wie ich schon sagte, kein Deal ist besser als ein schlechter", erklärte May in einem Fernsehinterview. Dagegen betonte Corbyn, er würde als Premierminister auf jeden Fall eine Vereinbarung mit Brüssel treffen.

Auch die Sicherheitspolitik war in der Fragerunde ein großes Thema. In der Sendung stellten sich Corbyn und May den Fragen des Publikums und des journalistischen Wadenbeissers Jeremy Paxman.

Jeremy Corbyn im TV-Interview. Premierministerin Theresa May erwartete für den 8. Juni nichts anderes als eine überwältigende Mehrheit, als sie im April überraschend Parlamentsneuwahlen ausrief.

Der Aufschwung für Labour zeigte sich auch darin, dass Corbyn in einer Wahlsendung der Fernsehkanäle Sky News und Channel 4 am Montagabend selbstsicherer als auch schon auftrat.

Großbritannien müsse auch bereit sein, die Verhandlungen zu verlassen, erklärte May. Corbyn hingegen sei schwach, sagte sie. Laut Financial Times seien die Brexit-Kosten für Großbritannien von 60 auf 100 Milliarden Euro gestiegen. Es half Corbyns Wahlchancen auch nicht, dass er am Dienstag nicht sagen konnte, wie viel die Labour-Pläne zur Kinderbetreuung kosten würden. Mit ihr werde es beim EU-Austritt keine Einigung um jeden Preis geben. Die formellen Gespräche über den Brexit sollen am 19. Juni beginnen. Sämtliche Meinungsforschungsinstitute ermittelten einen riesigen Vorsprung vor der oppositionellen Labour-Partei, die sich auf dem Weg der Selbstzerstörung befand. Nach einer YouGov-Umfrage liegt sie nur noch fünf Punkte vor Corbyn. Der Moderator kritisierte den Linken dafür, dass er die Irisch-Republikanische Armee (IRA) nicht brandmarke, sich mit Vertretern der Hamas getroffen habe und im Falle eines Wahlsiegs die britische Monarchie abschaffen wolle. Während ihrer Zeit als Innenministerin seit 2010 wurden im Land 20 000 Stellen bei der Polizei gestrichen.

Martialisch wurde der TV-Auftritt der Vorsitzenden der beiden großen Parteien gut eine Woche vor den Parlamentswahlen in Großbritannien angekündigt: "May gegen Corbyn: Der Kampf um Nummer 10". Bei Anti-Terror-Einheiten und der Polizei werde künftig aber nicht weiter gespart. Aber auch der schreckliche Terroranschlag in Manchester, bei dem ein Selbstmordattentäter am Montag vergangener Woche 22 Menschen tötete, schadet offenbar den Konservativen. Unter ihnen sind viele Jugendliche und Kinder.

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