Niedrigzins beschert Bauboom - immer mehr neue Wohnungen

Blick auf eine Baustelle in Berlin. Der Bau Boom hält

"Wir brauchen mindestens 350.000 neue Wohnungen pro Jahr", erklärte Bauministerin Barbara Hendricks (SPD). Das waren um 12,1 Prozent mehr als im Jahr davor und so viele wie seit zwölf Jahren nicht mehr. Es gibt also einen großen Überhang - mittlerweile gibt es laut Statistik fast 606.000 Wohnungen, die genehmigt, aber noch nicht fertiggestellt sind. Im vergangenen Jahr wurden 277 700 Wohnungen fertig gestellt, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Doch wegen der Zuwanderung sind aus Sicht der Politik mehr Wohnungen nötig. "Wir sind beim Wohnungsbau auf dem richtigen Weg, müssen aber noch weitergehen". Die hohe Zahl von 375.000 Baugenehmigungen im vergangenen Jahr zeigt, dass wir uns noch steigern können. Erheblich zugenommen haben die durch Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden fertig gestellten Wohnungen (plus 36,0 Prozent beziehungsweise 9.900 Wohnungen). Dieser Anstieg resultierte insbesondere aus der Fertigstellung von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (+ 9,6 Prozent beziehungsweise + 10.100 Wohnungen) sowie in Wohnheimen (+ 59,3 Prozent beziehungsweise + 5.300 Wohnungen).

Von den im Jahr 2016 fertiggestellten Wohnungen waren 235.700 Neubauwohnungen in Wohngebäuden (+8,7% gegenüber 2015). In Wohnheimen gab es einen Anstieg um knapp 60 Prozent oder 5300 Wohnungen. Ursache sei der Mangel an Bauland, hohe Auflagen beim Bau und bürokratische Hemmnisse, kritisierte der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen. Damit setzte sich der Anstieg des Bauüberhangs seit dem Jahr 2008 weiter fort und erreichte den höchsten Wert seit 1999 (679.200). Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes wollte darin allerdings noch keine Trendwende herauslesen. Daher seien die Mittel für den sozialen Wohnungsbau erhöht worden. Die Ministerin betonte, es dürften nicht nur teure Wohnungen entstehen, "sondern möglichst viele Wohnungen im bezahlbaren Segment".

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