Prüfer der Krankenkassen bestätigten mehr als 3500 Behandlungsfehler

Nach Angaben der gesetzlichen Krankenkassen ist die Zahl der medizinischen Behandlungsfehler 2016 zurückgegangen

Die Gutachter hätten im vergangenen Jahr 187 Verdachtsfälle bestätigt, teilte der Medizinische Dienst der Krankenversicherung Nord am Dienstag mit. Die Gutachter prüften demnach 15.094 solcher Vorwürfe und damit etwa 270 mehr als 2015.

Berlin. Die Zahl der medizinischen Behandlungsfehler ist nach Angaben der gesetzlichen Krankenkassen im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. In knapp jedem vierten Fall bestätigte sich der Verdacht.

Der MDK kritisiert generell, dass Daten zu Behandlungsfehlern in Deutschland nur punktuell vorlägen. In jedem vierten Fall konnten sie einen Behandlungsfehler bestätigen und fordern, dafür eine Meldepflicht einzuführen. Die Patientenzahl sei seit 1996 von 16,2 Millionen auf 19,2 Millionen gestiegen, doch die Zahl der Behandlungsfehler habe in dieser Zeit kaum zugenommen, sagte damals DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum. In 3564 Fällen davon führte der Fehler zu einem Schaden beim Patienten.

Neben den Krankenkassen erfassen auch Gerichte, Haftpflichtversicherer sowie die Ärztekammern Vorwürfe zu mutmaßlichen Behandlungsfehlern.

In der aktuellen Statistik der Krankenkassen bezog sich ein Drittel aller Vorwürfe (33 Prozent) auf das Fachgebiet Orthopädie und Unfallchirurgie. In den Jahren 2014 (226) und 2013 (196) waren allerdings noch mehr Behandlungsfehler von Ärzten oder Pflegern ermittelt worden.

Max Skorning, Leiter Patientensicherheit beim MDS, forderte eine systematische Fehleranalyse.

Der Medizinische Dienst der Krankenkassen untersucht nur die von Patienten gemeldeten Fälle. "Es ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen, die systematisch erfasst und analysiert werden muss".

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