Salman Abedi: Manchester-Attentäter war vor Anschlag in Deutschland

Die Polizei in Manchester hat ein

Vor diesem Hintergrund warnte Premierministerin Theresa May eindringlich vor einem womöglich bevorstehenden zweiten Anschlag. Sie wolle ihm deutlich machen, dass zwischen den Behörden beider Staaten geteilte Geheimdienstinformationen sicher bleiben müssten. Ein Sprecher der höchsten britischen Polizeibeamten warnte davor, die Zusammenarbeit der Geheimdienste und Sicherheitsbehörden zu untergraben.

Nach der Terrorattacke von Manchester kommen die Ermittler langsam weiter. Die Behörden wollen nun Video-Aufnahmen des Sicherheitsbereichs auswerten. Die USA sind im Bereich von Verteidigung und Sicherheit der engste Verbündete Großbritanniens. "Wenn dieses Vertrauen missbraucht wird, dann untergräbt das unsere Beziehungen, und es untergräbt unsere Ermittlungen", kritisierte er. So veröffentlichte zuletzt die "New York Times" Fotos vom Tatort. Darauf sind auch die angeblichen Überreste der von Abedi genutzten Tasche zu sehen.

Die britische Polizei arbeitet unterdessen wieder mit den US-Behörden zusammen und gibt Informationen zu den laufenden Ermittlungen weiter.

Der Attentäter Salman Abedi war offenbar kurz vor dem Angriff in Libyen. Eine ebenfalls zuvor festgenommene Frau wurde am frühen Morgen wieder freigelassen.

Einem Bericht der Zeitung "Independent" zufolge wurden bei Durchsuchungen Sprengsätze gefunden, die möglicherweise für künftige Attentate genutzt werden sollten. Die Polizei gab bekannt, dass es bei einer Razzia zu einer kontrollierten Explosion gekommen sei.

Nach Erkenntnissen der Polizei flog Salman Abedi vier Tage vor dem Anschlag in Manchester über den Flughafen Düsseldorf nach Großbritannien. Sie gehen aber davon aus, dass er Komplizen hatte. Mindestens 59 Menschen wurden verletzt in Krankenhäuser gebracht, viele davon lebensgefährlich. Der Polizeichef des Großraums Manchester, Ian Hopkins, wertete die Festnahmen als "bedeutend".

Laut der britischen Nachrichtenagentur PA hat die Regierung die höchste Sicherheitsstufe in den vergangenen knapp elf Jahren zwei Mal ausgerufen - im August 2006 und im Juni 2007.

Uhr: Drei Tage nach dem Terroranschlag von Manchester sind die britische Armee und die Polizei zu einem Groß-Einsatz zu einem College in der nordenglischen Stadt beordert worden. Laut Regierung werden derzeit knapp 1000 militärische Kräfte zur Unterstützung der Polizei eingesetzt.

In Libyen wurden nach Angaben örtlicher Milizen der Vater und der jüngere Bruder des Attentäters festgenommen. Der IS hatte nach dem Anschlag behauptet, der Attentäter sei sein "Soldat" gewesen.

Der 22-jährige Abedi war vor dem Anschlag wahrscheinlich nach Syrien gereist und hatte Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat, wie Frankreichs Innenminister Gérard Collomb unter Berufung auf britische Ermittler sagte. Abedi, der Sohn libyscher Eltern, war im Raum Manchester aufgewachsen. Seine Familie wird als sehr religiös beschrieben. Seine Eltern, die noch zwei Söhne und eine Tochter haben, sollen Flüchtlinge aus Libyen sein. Das berichtete Innenministerin Amber Rudd am Mittwoch dem Nachrichtensender Sky News. Dabei war alles normal. Dies wurde aus Kreisen der Anti-Terrorismus-Fahnder bestätigt. "Salman gehört keiner Organisation an". Er fügte hinzu: "Wir verurteilen diese terroristischen Taten auf Zivilisten, unschuldige Menschen".

Entwarnung in Manchester: Die britische Armee und die Polizei sind am Donnerstag im Südwesten der englischen Stadt angerückt. Sie sollen nach BILD-Informationen auch mit internationalen Fahndungslisten abgeglichen werden, um mögliche Kontaktpersonen Abedis identifizieren zu können.

Grund: Wie der "Focus" berichtet, soll der Terrorist namentlich nicht im internationalen Fahndungssystemen erfasst gewesen sein. "Wir müssen klären, ob Abedi in Syrien Leute kennengelernt hat, die er jetzt in NRW oder Hessen getroffen hat!"

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