St. Pölten wirft Schinkels raus

Schinkels wird durch Schupp ersetzt

Doch sein Auftritt bei der Pressekonferenz nach dem 1:2 bei Rapid als "Journalist von einer ganz kleinen Zeitung", der per Mikrofon die Vertragsverlängerung von Fallmann verkünden wollte, kam beim SKN gar nicht gut an. Die Verpflichtung des deutschen Meisters von 1991 (mit dem 1. FC Kaiserslautern) und 1994 (Bayern München) gab der Verein am Dienstag bekannt. St. Pölten stieg im Vorjahr unter der Führung des gebürtigen Holländers in die Bundesliga auf, heuer gelang nach einer verkorksten Saison knapp der Klassenerhalt. Problem: Er war in der Trainerfrage nicht zeichnungsberechtigt.

Präsident Tröstl lobte Frenkie Schinkels als "einen engagiert agierenden Sportfachmann", sah den Verein nun aber unter Druck: "Wir sind jetzt an einem Punkt angelangt an dem wir einen weiteren Schritt gehen wollen, um unsere mittel- und langfristigen Ziele zu erreichen". Am Ende lagen die St. Pöltner als Vorletzter nur zwei Punkte vor Absteiger Ried. Alle brennen darauf, den nächsten Schritt in eine erfolgreiche Zukunft zu gehen. "Natürlich tut uns der Schritt leid, denn wir haben ihm viel zu verdanken", ergänzt Generalmanager Andreas Blumauer. In dieser Saison war im Viertelfinale gegen Rapid Endstation. Dessen früherer Assistent Fallmann übernahm vorerst interimistisch, wurde aber in der Winterpause im Amt bestätigt. Dennoch könnte er dem Club erhalten bleiben.

Schupp, in Österreich zweimal Meister mit Sturm Graz, ersetzt in St. Pölten Frenkie Schinkels. Der 51-jährige Deutsche lebt mit seiner Familie seit 20 Jahren in Graz, seiner letzten Station als Profifußballer.

"Ich freue mich auf eine spannende Aufgabe, die mich hier in St. Pölten erwartet", sagte Schupp, der sich von den Gesprächen mit den handelnden Personen beim SKN begeistert zeigte. "Und das werden wir ab sofort gemeinsam tun!"

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