Trump in Israel: "Wir können das nur gemeinsam schaffen"

Trump in Israel:

US-Präsident Donald Trump zeichnet in Jerusalem und Bethlehem eine Vision von einem größeren Frieden zwischen Israel und den Palästinensern. Es bestehe die "seltene Gelegenheit, Sicherheit, Stabilität und Frieden" in die Region zu bringen, sagte Trump nach seiner Landung in Tel Aviv. Dazu müssten jedoch alle zusammenarbeiten, "es gibt keinen anderen Weg".

US-Präsident Donald Trump wird am Montag, nach seinem Aufenthalt in Saudi-Arabien, in Israel erwartet. Er glaube, dass sich beide Seiten einer Friedenslösung verpflichtet fühlten, sagte Trump, der mit Abbas in Bethlehem im besetzten Westjordanland zusammenkam.

Auch Trump unterstrich die Bereitschaft der USA, gemeinsam mit Palästinensern und Israelis eine friedliche Lösung für die Region zu finden.

Während des Besuchs Trumps in Jerusalems Altstadt ist am Montag ein Palästinenser bei einer Messer-Attacke in einem Vorort der Stadt getötet worden.

Entsprechend den Gepflogenheiten an der Kotel besuchte Trump mit Kushner den Abschnitt des Vorplatzes, der für Männer reserviert ist, seine Tochter Ivanka und Ehefrau Melania den Frauenbereich.

Trump ist nach Richard Nixon, Jimmy Carter, Bill Clinton, George W. Bush und Barack Obama der sechste US-Präsident, der Israel besucht.

Trump in Israel:

Der US-Präsident erinnerte bei einem Besuch in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem an sechs Millionen Juden, die von den Nazis ermordet wurden. Die USA und Israel sprächen zudem mit einer Stimme, wenn sie forderten, "dass der Iran niemals die Atomwaffe besitzen darf", sagte er. Immerhin, es war das erste Mal, dass ein amtierender US-Präsident seine Hand auf die heilige Stätte der Juden legte.

Unterstützt von Fürsprechern wie Ronald Lauder, dem Präsidenten des Jüdischen Weltkongresses, gibt Trump sich entschlossen: "Wir kriegen das hin". Er steckte auch einen Bittzettel in die Wand.

In Israel war kritisiert worden, dass für Trumps Besuch in Yad Vashem zunächst nur 15 Minuten eingeplant waren. Der Besuch wurde als privat deklariert, damit Israel ihn nicht als Zeichen für seinen Anspruch auf ganz Jerusalem als seine ewige, unteilbare Hauptstadt werten kann.

Die Palästinenser sehen im arabischen Ostteil Jerusalems die Hauptstadt eines künftigen unabhängigen Staates. Außerdem stehen die Absichtserklärungen, die Israels Premier Benjamin Netanjahu und Mahmud Abbas jeweils nach den Gesprächen mit Trump abgaben, in völligem Widerspruch zu den politischen Realitäten in den eigenen Lagern. "Im Nahen Osten sind Christen verfolgt, aber hier in Israel haben wir eine grosse christliche Gemeinschaft".

Viele Staats- und Regierungschefs hätten ihm in Riad gesagt, wie sehr sie an Frieden zwischen Israel und den Palästinensern interessiert seien. In seiner Grundsatzrede in Jerusalem blieb er vage und unverbindlich. Im Anschluss wurde er von seinem israelischen Amtskollegen Reuven Rivlin empfangen. Die Islamische Republik sei sich noch nicht sicher, was die Trump-Regierung überhaupt bezwecke, sagte der gerade wiedergewählte Präsident Hassan Rouhani. Nun besucht Trump Papst Franziskus im Vatikan - ein Treffen mit viel Konfliktpotential. Die Rechtsnationalisten warteten im Grund nur auf eines: die Ankündigung des bevorstehenden Umzugs der amerikanischen Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem, den er vor seinem Amtsantritt in Aussicht gestellt hatte. Hinter den Kulissen dürfte über Detailforderungen wie Siedlungsstopp und Anerkennung Israels als jüdischer Staat schon jetzt recht konkret gesprochen worden sein.

Vor seiner Weiterreise nach Rom will der US-Präsident im Israel-Museum in Jerusalem eine Ansprache halten. Abbas steht wegen eines Massen-Hungerstreiks palästinensischer Häftlinge in Israel unter Druck. Trump hat seine Skandale aus der Heimat auch auf seiner ersten Reise mit vielen komplizierten Stationen als schweren Ballast im Gepäck.

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