Trumps Informationen sollen aus Israel stammen

Trumps Informationen sollen aus Israel stammen

Das sagte Putin am Mittwoch in Sotschi vor der Presse, wie die US-Tageszeitung "Washington Post" berichtet.

Russlands Präsident Putin hat sich mit einem schwierigen Angebot in die Debatte um eine mögliche Geheimnisweitergabe Trumps an Russland eingemischt. Ein Telefonanruf eines Gesprächszeugen aus dem Weissen Haus könne das womöglich klären, aber: "Vielleicht sind sie beschäftigt". Das berichten US-Medien. Die Angelegenheit ist auch deshalb brisant, weil Russland mit dem Iran verbündet ist, während Israel den Iran als gefährlichen Gegner einstuft. Russland dementierte die Berichte als "fake news". Nur dass er am Dienstagmorgen nicht mit rabiater Rhetorik in die Offensive ging, wie es sonst seine Art ist, sondern sich gegen eine Lawine an Vorwürfen verteidigen musste.

Bei dem Gespräch habe der Präsident begonnen, "die Details einer terroristischen IS-Bedrohung zu beschreiben, die in Zusammenhang mit der Verwendung von Laptops in Flugzeugen steht", berichtete die "Washington Post". Die Post berief sich dabei auf zwei US-Regierungsmitarbeiter, von denen nur einer noch im Dienst ist, die mit dem Vorgang vertraut sein sollen.

Trump hatte Erdogan als einziger westlicher Staatschef Mitte April zu seinem Sieg bei dem umstrittenen Verfassungsreferendum zur Stärkung seiner Macht gratuliert.

Das Material sei so sensibel, dass es nicht einmal in breiteren Kreisen der US-Regierung oder mit Verbündeten geteilt worden sei, schrieb die "New York Times". Aus dem, was im Oval Office gesagt wurde, sei möglicherweise auf die Quelle der Informationen und die Methode der Informationsgewinnung zu schließen.

Der Zeitung zufolge liegt das befreundete Land im Nahen Osten und hat die USA in der Vergangenheit gewarnt, im Falle einer zu weitreichenden Weiterverbreitung keine solchen Erkenntnisse mehr zu teilen. Sollte Trump tatsächlich einigermassen bedenkenlos streng geheime Daten an Russland weitergegeben haben, könnte dies das Vertrauensverhältnis zwischen Israel und den USA deutlich beeinträchtigen. "Ganz offensichtlich befinden sie sich in einer Abwärtsspirale", sagte der republikanische Senator Bob Corker über das Weiße Haus: "Das Chaos, das durch einen Mangel an Disziplin entstanden ist, ist besorgniserregend".

Moskau bietet dem wegen der angeblichen Weitergabe vertraulicher Geheimdienstinformationen an Russland bedrängten US-Präsidenten Donald Trump ungewöhnliche Hilfe an.

Schon unter Trumps Vorgänger Barack Obama hatten die USA mit der YPG im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) im Norden Syriens zusammengearbeitet.

Noch im Wahlkampf war es Trump gewesen, der seiner Rivalin Hillary Clinton unterstellte, durch die Benutzung eines privaten Servers für dienstliche E-Mails die Sicherheit der Nation aufs Spiel gesetzt zu haben. Es schickte den nationalen Sicherheitsberater H.R. McMaster vor die Kameras, der mit steinerner Miene verkündete: "Die Geschichte ist falsch". Aber seine Reaktion spricht Bände: "Ich denke, wir könnten ein bisschen weniger Drama aus dem Weißen Haus gebrauchen". Sogar der bislang Trump-treue Vorsitzende des Abgeordnetenhauses Paul Ryan drängte auf eine vollständige Aufklärung. Nach Medienberichten soll er den damaligen FBI-Chef James Comey gebeten haben, die Ermittlungen gegen seinen kurz zuvor zurückgetretenen Sicherheitsberater Michael Flynn zu stoppen.

Trump selbst gab jedoch zu, Informationen mit Bezug zum Terrorismus an Lawrow weitergegeben zu haben.

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