US-Heimatschutz dementiert: Kein Verzicht auf Laptopverbot

US-Heimatschutzminister John F. Kelly bei einer Anhörung in Washington

Das erklärte US-Heimatschutzminister John Kelly im Interview mit Fox News. Damit solle verhindert werden, dass die Kontrolleure bei der Durchleuchtung vollgestopfter Taschen gefährliche Gegenstände übersähen.

Nachdem in Washington erwogen wurde, das Verbot auf Flüge aus Europa auszuweiten, fanden Mitte Mai in Brüssel Gespräche zwischen hochrangigen Vertretern der EU und des US-Heimatschutzministeriums statt. Das Verbot, Laptops im Handgepäck mitzuführen, könne auf alle internationalen Flüge in die und aus den USA ausgedehnt werden, sagte Kelly auf eine entsprechende Frage. Großbritannien führte ein ähnliches Verbot ein. Der Sprengstoff werde möglicherweise von den Scannern bei der Sicherheitskontrolle an Flughäfen nicht entdeckt. Nach Brüsseler Lesart soll es so lange kein Laptop-Verbot geben.

Wenige Minuten später ließ das US-Heimatschutzministerium dementieren: Die USA haben noch nicht über ein Laptop-Verbot in Flugzeugkabinen von Europa in die Vereinigten Staaten entschieden. Dazu gehören Laptops und Tablets, aber auch größere Kameras.

"Selbstverständlich besitzt das Thema Sicherheit auf Geschäftsreisen für den VDR oberste Priorität". Elektronische Geräte, die größer sind als ein Handy, müssen nun mit dem Gepäck aufgegeben werden, um im Frachtraum verstaut zu werden. Deswegen solle die Messlatte für Sicherheitsvorkehrungen im Flugverkehr deutlich erhöht werden. Vorgesehen seien außerdem strengere Vorgaben bei der Kontrolle des Handgepäcks.

Laut Einschätzung US-amerikanischer Behörden stellen größere elektronische Geräte ein besonderes Sicherheitsrisiko dar. Die deutsche Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries hatte hingegen das geplante Verbot kritisiert.

Zudem ist nicht bekannt, bis zu welcher maximalen Größe oder welchem maximalen Gewicht ein elektronisches Gerät mitgeführt werden dürfte. Passagiere aus Asien mit Transit-Verbindungen über Europa davon betroffen wären.

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