USA verzichten auf Laptop-Verbot auf Flügen aus Europa

US-Heimatschutzminister John F. Kelly bei einer Anhörung in Washington

Auf bestimmten Direktflügen in die USA gilt das Laptop-Verbot bereits jetzt. Dazu fanden Mitte Mai in Brüssel hochrangige Gespräche zwischen Vertretern der EU und des US-Heimatschutzministeriums statt, bislang ohne Ergebnis.

Das US-Heimatschutzministerium hat den Meldungen widersprochen. Es hieß: Eine Ausweitung des US-Laptop-Verbots auf Flüge aus Europa sei noch lange nicht vom Tisch. US-Heimatschutzminister John Kelly begründete dies am Sonntag mit einer höheren Sicherheit.

Zuvor hatte es aus Kreisen der EU-Kommission in Brüssel geheißen, die USA verzichteten auf eine Ausweitung des Laptopverbots in der Kabine für Flüge von und nach Europa. Quellen in Brüssel bestätigten der Deutschen Presse-Agentur diese Darstellung, die sich danach als falsch herausstellte.

Seit März ist die Mitnahme von Laptops, Tablets und anderer elektronischer Geräte in die Passagierkabine auf Flügen in die USA von zehn Städten meistens im Nahen und Mittleren Osten verboten: Betroffen sind die jordanische Hauptstadt Amman, Kuwait-Stadt, Kairo, Istanbul, Dschidda und Riad in Saudi-Arabien, das marokkanische Casablanca, Doha sowie Dubai und Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Medizinische Geräte bleiben an Bord erlaubt. Grossbritannien führte ein ähnliches Verbot ein.

Auch für Flugverbindungen mit Europa erwägt die Washingtoner Regierung solche Auflagen. Inwiefern ein im Frachtraum transportierter Laptop größere Gefahren birgt als ein in der Kabine mitgeführter, ist aber noch unklar. Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) kritisierte hingegen das geplante Verbot bei ihrem Besuch in den USA und verwies auf "Millionenschäden" für Unternehmen, deren Mitarbeiter nicht mehr im Flugzeug arbeiten können.

Es sei zwar notwendig, dass angesichts veränderter terroristischer Bedrohungslagen Sicherheitsvorkehrungen angepasst werden, ergänzt der Vorsitzende des DRV-Ausschuss Business Travel, Stefan Vorndran: "Es sollte aber bedacht werden, dass insbesondere Geschäftsreisende die Leidtragenden eines Laptop-Verbots auf Transatlantik-Flügen wären - ihnen geht produktive Arbeitszeit verloren".

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