Verzögerungen bei Opel-Verkauf

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Mit einem möglichst dicken Auftragspolster will die Opel-Belegschaft zur neuen Mutter PSA wechseln.

Beim geplanten Verkauf des Autobauers Opel an den französischen PSA-Konzern ist es zu Verzögerungen gekommen. Der Betriebsrat fordere laut "Allgemeiner Zeitung", dass zunächst geklärt werden müsse, wie es mit dem Internationalen Technischen Entwicklungszentrum (ITEZ) am Opel-Stammsitz in Rüsselsheim weitergeht.

Die Arbeitnehmervertretung und die Gewerkschaft IG Metall wollen vor dem Übergang das Arbeitsvolumen für das firmeneigene Entwicklungszentrum mit rund 7.700 Mitarbeitern in Rüsselsheim festschreiben. Dazu gehören auch Entwicklungsaufträge des Nocheigentümers General Motors (GM), die bis 2020 rund 30 Prozent des Auftragsvolumens ausmachen könnten. Der eigentlich für diese Woche geplante Betriebsübergang von der Adam Opel GmbH auf die neu gegründete Gesellschaft Opel Automobile GmbH wurde ausgesetzt. PSA mit den Marken Peugeot, Citroën und DS hatte sich Anfang März mit General Motors auf die Übernahme verständigt. Opel/ Vauxhall beschäftigt etwa 38.000 Mitarbeiter in sieben europäischen Ländern, darunter auch in Österreich.

Die Beschäftigten in den deutschen Werken sind über einen Tarifvertrag bis Ende 2018 vor Entlassungen sicher. Die Pensionslasten sollten bei GM verbleiben, wie bereits in den Verkaufsgesprächen vereinbart worden war.

Grund ist nach Angaben des Opel-Betriebsrats von Dienstag kein Dissenz, sondern die Komplexität des Vertrags. Es sei lediglich noch nicht gelungen, die sehr komplexen Beziehungen zwischen dem Käufer, der Noch-Muttergesellschaft und den Arbeitnehmern vertraglich abzubilden. Ein neuer Termin für diesen Zwischenschritt wurde allerdings nicht genannt.

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