Bericht: Fortschritte bei Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Fortschrittsindex 2017 Bild AFP

Die Arbeitswelt in Deutschland ist laut eines Berichts des Bundesfamilienministeriums in den vergangenen Jahren familienfreundlicher geworden. Der "Fortschrittsindex 2017", über den die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstag) berichtet, nennt als Indikatoren unter anderem die gestiegene Zahl berufstätiger Mütter und die gewachsene Zahl von Vätern, die in Elternzeit gehen. Von den Vätern nimmt mittlerweile mehr als jeder dritte Elternzeit, in manchen Bundesländern sogar jeder zweite. Auch der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Eric Schweitzer beobachtet Fortschritte "auf dem Weg zu einer familienbewussten Personalpolitik". Erwähnt wurden demnach auch ein Anstieg der Betreuungsquoten bei den unter dreijährigen Kindern und die Zunahme familienfreundlicher Maßnahmen in den Unternehmen. So stieg der Anteil erwerbstätiger Frauen mit Kindern zwischen zwei und drei Jahren dem Bericht zufolge von 41 Prozent im Jahr 2006 bis 2015 auf 58 Prozent. Die Väterbeteiligung beim Elterngeld legte von 3,5 Prozent im Jahr 2006 auf 35,7 Prozent im zweiten Quartal 2015 zu. Es gebe aber auch Nachholbedarf, etwa beim Ausbau der Ganztagsschulen. Die Arbeitgeber seien deswegen noch stärker gefordert, "eine väterfreundliche Unternehmenskultur in den Betrieben zu etablieren", heißt es in dem Ministeriumsbericht.

Kritik an Schwesigs Bilanz kommt von der Opposition. Fraktionschefin Göring-Eckardt wirft der Bundesregierung vor, nicht dafür gesorgt zu haben, dass es genügend Betreuungsplätze für Kinder gibt.

Die Linksfraktion im Bundestag kritisierte, die Regierung lasse Eltern mit Vereinbarkeitskonflikten allein. Darüber hinaus bräuchten junge Eltern einen besonderen Kündigungsschutz, sagte Zimmermann den Funke-Blättern.

Schwesig übergibt ihr Amt als Familienministerin am Freitag an die bisherige SPD-Generalsekretärin Katarina Barley. Schwesig soll Sellering als Regierungschefin in Schwerin nachfolgen.

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