Berufsschule in Nürnberg Protest gegen Abschiebung von Mitschüler - mehrere

Polizeieinsatz bei Schülerdemo gegen Abschiebung

In einer Nürnberger Berufsschule ist es zu massenhaften Protesten gekommen, als Polizisten einen afghanischen Schüler in Abschiebegewahrsam nehmen wollten.

Inzwischen hätten sich mehrere Schüler mit dem 20-Jährigen solidarisiert und durch eine spontane Sitzblockade die Weiterfahrt der Polizei verhindert. Neun Polizisten wurden verletzt. Die Folge war am Mittwoch ein größerer Polizeieinsatz, es kam zu tumultartigen Szenen. Auch Pfefferspray wurde eingesetzt. Eine Polizeistreife habe deshalb kurz nach 8 Uhr die Schule aufgesucht und den Afghanen dort angetroffen.

Die Unruhe war damit aber noch nicht vorbei.

Die Auseinandersetzung zwischen Protestierenden und der Polizei dauerte jedoch weiter an. Einige warfen unter anderem Flaschen und ein Fahrrad auf die Beamten.

Fünf Menschen wurden vorübergehend festgenommen. "Es wurden dann immer mehr Personen, die sich der Blockade anschlossen". Die Polizei begleitete den Aufzug, der friedlich verlief. Eine 14-Jährige war am Montag während des Unterrichts an einem Duisburger Gymnasium von Mitarbeitern der Ausländerbehörde abgeholt und mit ihren Eltern nach Nepal abgeschoben worden.

Mit Gewalt konnte der 20-Jährige schließlich abtransportiert werden. Darüber hinaus hätten die Einsatzkräfte gar keine Möglichkeit, ihrer gesetzlichen Verpflichtung auszuweichen. "Dieser Stopp muss aber auf unbestimmte Zeit ausgeweitet werden, bis eine Neubewertung der Sicherheitslage in Afghanistan vorliegt", verlangte SPD-Landeschefin Natascha Kohnen am Mittwoch. Am Mittwoch waren bei einem Bombenanschlag in direkter Nähe der deutschen Botschaft in Kabul mindestens 90 Menschen getötet und Hunderte verletzt.

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