Dutzende Tote nach Terroranschlag in Kabul

Eine riesige Rauchwolke steht in Kabul nach einer Explosion nahe der deutschen Botschaft über der Stadt

Mehr als 50 Fahrzeuge wurden zerstört oder beschädigt. Über dem Anschlagsort stieg dicker schwarzer Rauch auf. Zudem seien mindestens 350 Menschen als verletzt gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Es soll viele Verletzte geben. Aus den Trümmern wurden immer mehr Leichen geborgen. Zugleich betonte er: "Solche Anschläge ändern nichts an unserer Entschlossenheit, die afghanische Regierung bei der Stabilisierung des Landes weiter zu unterstützen". Die Explosion war so stark, dass noch in mehreren hundert Metern Entfernung Türen und Fenster beschädigt wurden.

Mit den Sicherheitsvorkehrungen der deutschen Botschaft vertraute Quellen sagen, es sei geplant gewesen, Büros in andere Gebäude weiter im Inneren des Geländes zu verlegen. Auch viele Botschaften, darunter die deutsche Botschaft, sowie das Hauptquartier der Nato liegen in der Nähe. Fotos zeigen schwere Schäden am Botschaftsgebäude. In der japanischen Botschaft erlitten zwei Mitarbeiter Schnittwunden durch zerborstene Fensterscheiben. Auch ein afghanischer Wachmann der deutschen Botschaft wurde getötet, wie Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) mitteilte.

Bei einem verheerenden Anschlag nahe der deutschen Botschaft in Afghanistans Hauptstadt Kabul sind am Mittwoch mindestens 80 Menschen getötet und mehr als 300 weitere verletzt worden.

"Die deutsche Botschaft in Kabul hat eine wichtige logistische Rolle beim Empfang rückgeführter Personen vor Ort", hieß es aus den Regierungskreisen. Ich habe den Krisenstab im Auswärtigen Amt einberufen, der die Lage weiter aufklären wird.

Der Anschlag wurde nach Angaben des Innenministeriums von einem Selbstmordattentäter verübt, der sich auf dem Sanbak-Platz mit einem mit Sprengstoff beladenen Fahrzeug in die Luft sprengte. Die "grausame Attacke", die Afghanen und internationale Zivilisten getroffen hatte, sei "inakzeptabel". Menschenrechtsorganisationen, Verbände und Oppositionspolitiker fordern einen sofortigen Abschiebestopp nach Afghanistan. Laut Verteidigungsministerium sind keine Österreicher vom Anschlag betroffen. Die Nato-Mission in Afghanistan hat die Tat scharf verurteilt.

Der EU-Kommissar für humanitäre Hilfe, Christos Stylianides äußerte sich "erschüttert" über den "mörderischen Terroranschlag in Kabul".

Ende April hatten die radikalislamischen Taliban ihre jährliche "Frühjahrsoffensive" gestartet und ihre Angriffe verschärft.

Sicherheitslage in Afghanistan weiterhin äußerst instabil Die Sicherheitslage in Afghanistan ist weiterhin äußerst instabil.

Afghanistans Sicherheitsdebakel ist das Resultat gleich dreier Krisen: der schwelenden innenpolitischen Krise in Kabul, der Spannungen zwischen Afghanistan und seinen Nachbarn und des Konflikts zwischen den Taliban und der Regierung. In Kabul waren Anfang Mai bei einem Sprengstoffanschlag, den die IS-Miliz für sich reklamierte, mindestens acht Menschen getötet worden.

Im März hatten als Ärzte verkleidete Angreifer ein Militärkrankenhaus in Kabul gestürmt.

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