Merkel trifft Chinas Premier Li - Abgrenzung von Trump?

Finn Mayer-Kuckuk

Doch einfach sind die Gespräche von Merkel mit ihrem Gast nicht. Bei den Gesprächen der chinesischen Vertreter in Europa dürfte der Kurs der USA unter Präsident Donald Trump eine große Rolle spielen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) empfängt heute den chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang zu zweitägigen Gesprächen in Berlin (17.30 Uhr). Trump hat einen protektionistischen Wirtschaftskurs eingelegt und droht mit dem Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen. Merkel und Li wollen die Medien am Donnerstagvormittag über die Ergebnisse der Beratungen informieren. Bei den Gesprächen im Kanzleramt, dürften auch außenpolitische Fragen und die Vorbereitung des G20-Gipfels Anfang Juli in Hamburg Themen sein. Im Anschluss ist die Unterzeichnung von Abkommen geplant.

Ungeachtet der angestrebten engeren Zusammenarbeit bei Wirtschaft und Klima gibt es zwischen Berlin und Peking weiterhin Gesprächsbedarf etwa in Wettbewerbsfragen oder bei den Menschenrechten. Die chinesische Delegation reist dann weiter zum EU-China-Gipfel nach Brüssel. Geplant sei eine umfassende gemeinsame Erklärung, hieß es am Mittwoch aus Kreisen in Brüssel.

Damit würden sich die EU und China klar von Trump abgrenzen. Am Freitag trifft Li unter anderen EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Ratspräsident Donald Tusk zu Gesprächen.

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