Telekom setzt auf US-Geschäft und forciert schnelles Internet

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom Timotheus Höttges

Im vergangenen Jahr investierte die Telekom 11 Milliarden Euro in den Netzausbau, davon rund 5 Milliarden Euro in Deutschland. Das US-Geschäft mit der Tochter T-Mobile US trägt den Hauptteil zum Gewinn der Telekom bei.

Die Deutsche Telekom lädt ihre Aktionäre zur alljährlichen Hauptversammlung.

Die börsennotierte US-Mobilfunktochter, an der die Telekom zwei Drittel der Anteile hält, galt vor Jahren noch als Sorgenkind des Konzerns, hat sich aber inzwischen zu einer tragenden Säule mit starkem Wachstum bei Kundenzahl und Umsatz entwickelt. Wir entscheiden jetzt: "was, wann und wie", sagte Vorstandschef Tim Höttges bei der Hauptversammlung in Köln. Warum sollten die Bonner die US-Tochter überhaupt verkaufen, fragen sich Aktionäre während der Hauptversammlung.

Höttges hatte bereits vor knapp drei Wochen erklärt, dass er in den USA nach dem Ende der jüngsten Frequenzauktion mit einer heißen Phase von Fusionsgesprächen auch rund um die eigene Tochter rechnet. Unter republikanischen Regierungen sei der US-Telekommunikationsmarkt zudem in der Vergangenheit spürbar weniger reguliert worden.

Die Deutsche Telekom hat zuletzt ihr US-Geschäft mit immer neuen Milliardeninvestitionen gestärkt.

Zudem würde bei einem Ausstieg aus dem US-Geschäft eine strategische Alternative fehlen. Lange hatte die Behörde vier große Anbieter auf dem Mobilfunkmarkt des Landes favorisiert und damit Fusionen geblockt. Schon seit Längerem wird darüber spekuliert, dass Sprint-Hauptanteilseigner Softbank aus Japan das Unternehmen mit T-Mobile US zusammenbringen will. "Wir schließen keine Möglichkeit aus, die Wertzuwachs für das Unternehmen und die Aktionäre schafft, erneuerte Höttges frühere Aussagen". Ein Versuch der Übernahme durch Sprint war vor einiger Zeit am Widerstand der Kartellbehörden gescheitert.

Marc Tüngler, Geschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, sprach von einer "Erfolgsstory "in den USA und begrüßte, dass die Telekom nun eine aktive Rolle übernehmen wolle".

Mit derzeit rund 73 Millionen Kunden ist T-Mobile USA derzeit der größte Wachstumstreiber im Telekom-Konzern. Rivalen beobachten T-Mobile US genau. Mit neuen Funkfrequenzen könne der landesweit drittgrößte Betreiber nun "jede Ecke der USA" erreichen.

Köln. Beim jährlichen Aktionärstreffen steht die Zukunft des Mobilfunkgeschäfts in den USA im Zentrum des Interesses.

Die Telekom will immer mehr Haushalte mit einem direkten Glasfaseranschluss versorgen und ihnen damit einen Zugang zum schnellen Internet verschaffen. Vor den Aktionären kündigte Höttges eine Initiative zum Ausbau des schnellen Internets in 3000 Gewerbegebieten an. "Die ersten 100 haben wir bereits in der Planung, die nächsten 200 im Blick", sagte der der Telekom-Chef.

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