Maggi - die umstrittene Kult-Würze bekommt eine neue Rezeptur

Maggi-Würze Hersteller Nestlé will die Rezeptur ändern

Nachdem ein saarländischer User mit einem Facebook-Post forderte "Wir wollen, dass Maggi so bleibt, wie es ist!" Das Medien-Echo auf die Ankündigung war offenbar so groß, dass sich die Firma zu einer weiteren Pressemitteilung genötigt sah, in der versichert wird, dass "sich am produkt-typischen Geschmackserlebnis nichts ändern" soll. Dabei soll nicht zuletzt die Rezeptur überarbeitet werden.

Über ein Jahrhundert lang schmeckte die Maggi Würze gleich - und wurde dafür entweder geliebt oder gehasst.

Bis 2020 sollen die Rezepturen der Maggi-Produkte mehr Gemüse enthalten, der Geschmack werde stärker zu Kräutern und Gewürzen tendieren. Gerade Geschmacksverstärker wie Mononatriumglutamat stehen immer wieder in der Kritik - sie sollen Übergewicht verursachen und Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson verursachen, wie "Die Welt" berichtet.

In Mittel- und Westafrika ist "Simply Good" laut Maggi bereits gestartet.

So soll zum Beispiel auch der Salzgehalt im Sortiment im Schnitt um zehn Prozent verringert werden. "Darum verbessern wir unsere Produkte und verwenden künftig ausschließlich Inhaltsstoffe, die jeder kennt und liebt".

Ob sich die Produkte durch die Neuerungen geschmacklich verändern, hat das Unternehmen allerdings nicht erläutert. Kritiker beklagen, dass der europäische Industrie-Brühwürfel traditionelle afrikanische Gewürze verdrängt.

Weltweit werden laut Maggi jede Sekunde 4.600 Portionen Essen mit Maggi zubereitet. Maggi verkauft Würzmittel, Suppen, Saucen, Bouillons und Fertiggerichte in mehr als 100 Ländern.

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