Bundeskanzlerin zu US-Entscheidung Merkel: Trump wird uns nicht aufhalten

Ausstieg aus Klimaabkommen Trump wird auf Twitter zum Ikea-Vollpfosten

"Kosteneffiziente und innovative Lösungen können uns dabei helfen, diese Ziele zu erreichen", heißt es in dem Brief. "Paris zu verlassen, ist weder gut für Amerika noch für die Welt", erklärte Musk kurz nach Trumps Ankündigung am Donnerstag. "Wenn nicht, ist das auch in Ordnung". Die Regierungen Deutschlands, Frankreichs und Italiens erteilten seiner Forderung nach Neuverhandlungen jedoch in einer gemeinsamen Erklärung eine umgehende Absage. Dies erklärte US-Präsident am heutigen Donnerstag in Washington. Während die deutsche Kanzlerin Angela Merkel sich diplomatisch ausdrückt, äussert sich ein politischer Anhänger Trumps unerwartet kritisch.

UN-Generalsekretär António Guterres nannte den Ausstieg der USA eine "große Enttäuschung". Auch Großbritanniens Premierministerin Theresa May und Kanadas Premier Justin Trudeau reagierten enttäuscht.

Nach der Entscheidung der USA, aus dem Pariser Klimaabkommen auszusteigen, hat Bundeskanzlerin Merkel die anderen Staaten zu umso größerer Entschlossenheit beim Klimaschutz aufgerufen. Die USA würden sich auch ohne Abkommen darum bemühen, die Umwelt zu schützen. In einem weiteren Telefonat mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, verständigten sich Deutschland und Frankreich darauf, weitere Initiativen zu ergreifen, um dem Klimaabkommen zum Erfolg zu verhelfen.

Mit der Kündigung kann der Austritt der USA frühestens im Jahr 2020 wirksam werden. Deswegen seien aber nicht die anderen Länder verpflichtet, mehr zu zahlen.

Das Pariser Abkommen hat zum Ziel, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Der US-Präsident will einen Ersatz-Deal - doch Europa winkt ab.

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Greenpeace-Aktivisten projizieren den Schriftzug"TotalLoser auf die Fassade der amerikanischen Botschaft in Berlin

Trump sicherte den Staats- und Regierungschefs in den Telefonaten eine führende Rolle seines Landes im Umweltschutz zu. Aber nur, weil er das Land zugunsten anderer schwäche.

Die USA würden ab sofort die nicht bindenden Teile des Abkommens nicht mehr befolgen. "Sie werden es nicht mehr machen", sagte er. "Ich war einer der Bürgermeister der Länder, die nach Paris gingen, um für das Abkommen zu kämpfen", fügte der Demokrat hinzu, der Pittsburgh seit 2014 regiert. "Das wird die Entschlossenheit des Rests der Welt nur stärken, einschliesslich Akteuren in den Vereinigten Staaten". Der Vertrag unterwandere die US-Wirtschaft, koste das Land Jobs und sei unfair gegenüber den USA. China sprach von einem "globalen Rückschlag". Auch Trumps Vorgänger Barack Obama äußerte sich deutlich. So erklärte der Chef des Elektroautobauers Tesla, Elon Musk, er ziehe sich aus dem Beratergremium des Präsidenten zurück. Auch Dow Chemical und der Ölkonzern Exxon hatten ihn davor gewarnt.

Wie "CNN" schreibt, widersetzte sich Trump mit dem Ausstiegs-Beschluss den Wünschen seiner Tochter Ivanka (35). Obama hatte das Paris-Abkommen im September 2016 in einem hochsymbolischen Timing zeitgleich mit Peking ratifiziert. Im Rahmen der G7 war Italien damit vergangene Woche am Widerstand von Trump gescheitert, was zu einem offenen Zerwürfnis führte.

"Ab heute werden die USA jegliche Umsetzung der nicht bindenden Teile des Abkommens beenden", sagte Trump in seiner Ansprache, die er - mit einer halbstündigung Verspätung - um 15.32 Uhr (21.32 Uhr MESZ) begonnen hatte.

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