Deutschland: Gute US-Vorgaben schieben Dax über 12 800 Punkte

Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes

Damit könnte das wichtigste deutsche Börsenbarometer seine seit Mitte Mai nahezu zementierte Handelsspanne zwischen 12 500 und 12 700 Punkten hinter sich lassen.

Besser als der deutsche Leitindex schlug sich am Donnerstag der MDax: Der Index der mittelgrossen Unternehmen setzte mit einem Anstieg bis auf 25 439 Punkte seine Rekordjagd fort und notierte zuletzt 1,22 Prozent höher bei 25 434,05 Punkten. Für den vergangenen Monat hatte der Dax daher lediglich ein Plus von knapp anderthalb Prozent ins Ziel gerettet.

"Die Chancen stehen gut, dass der DAX nach drei Wochen der Konsolidierung nun endlich wieder an Schwung gewinnt", schrieb Analyst Milan Cutkovic. Auch an diesem Donnerstag bleibt daher abzuwarten, ob es der Dax über die psychologisch wichtige Marke schafft.

Der Rückenwind von den US-Börsen hat den Dax auf ein Rekordhoch getrieben. Der Technologiewerte-Index TecDax schoss kurz über 2300 Punkte, zuletzt stand er mit plus 0,7 Prozent bei auf 2305 Zähler unweit darunter.

Der anhaltende Aufwärtstrend bei der Lufthansa verhalf den Aktien der Fluggesellschaft auf das höchste Kursniveau seit Mitte 2014.

Dem DAX-Sieger dicht auf den Fersen folgten die Papiere des Gasekonzerns Linde, die ebenfalls um mehr als 1 Prozent zulegten. ANLEGER ERFREUT ÜBER LINDE-PRAXAIR-FUSION Auch auf Seiten der Unternehmen verlief der Handelstag bisher mit zahlreichen Rekorden: Einen Höchststand seit August 2015 markierten die Linde-Papiere nach der besiegelten Fusion mit Praxair bei 176,40 Euro. Drei der fünf Konzernsparten hätten Probleme, mit der Konkurrenz mitzuhalten. Volkswagen -Vorzüge zeigten sich unterdessen völlig unbeeindruckt von den neuen Abgasmanipulation-Vorwürfen gegen die Tochter Audi - im Einklang mit dem allgemein freundlichen Branchentrend verteuerten sie sich um mehr als 2 Prozent und standen damit sogar an der Dax-Spitze. Der Ausbau des Portfolios im Bereich Open-Source-Lösungen kam bei den Anlegern damit gut an.

In den hinteren Börsenreihen stachen die Aktien des Hamburger Hafenbetreibers HHLA hervor.

Bei Wüstenrot & Württembergische stand nach einem Anstieg bis auf 19,70 Euro zum Schluss noch ein Plus von 0,46 Prozent auf 19,45 Euro zu Buche. Die Bank denkt nach eigenen Angaben über eine Fusion, den Verkauf von Geschäftsteilen und eine Kapitalerhöhung nach. Es fiel zum Jahresauftakt mit 0,4 Prozent doppelt so stark aus wie erwartet.

An der Börse Madrid stürzten Banco Popular-Aktien dagegen um knapp 20 Prozent ab und waren mit 0,49 Euro so billig wie noch nie.

Am Devisenmarkt sorgte die Aussicht auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen bei den britischen Unterhauswahlen am 8. Juni für erneute Unruhe.[nL8N1IY00T] Das Pfund Sterling verlor einen knappen halben US-Cent auf 1,2850 Dollar. Der Rentenindex Rex stieg um 0,03 Prozent auf 142,01 Punkte.

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