French Open: Erster Sieg für Djokovic/Agassi

Auch zwei vor Wut zertrümmerte Schläger halfen da nichts mehr. Schon am Tag zuvor, als die Partie nach zwei Sätzen wegen Dunkelheit und leichtem Regen abgebrochen worden war, hatte sich die deutsche Nummer eins schwer getan. "Es ist bedenklich, wie ich gespielt habe, wie ich aufgetreten bin hier", sagte Zverev, "aber es ist auch keine Tragödie, es ist nicht das Ende der Welt".

Zverev war als einziger Spieler neben Paris-Rekordsieger Rafael Nadal mit mehr als einem Sandplatztitel 2017 an die Seine gereist. Natürlich sei er enttäuscht, und selbstverständlich müsse man über seine Leistung gegen Verdasco besorgt sein. Doch das große Ganze jetzt in Frage zu stellen - nein, dafür war Zverev zurecht nicht bereit.

Allerdings fügte sich Zverevs Knockout ins Bild einer schwarzen deutschen Serie in Paris, einer Aneinanderreihung von kleineren und größeren Enttäuschungen. Am dritten Turniertag erwischte es auch Philipp Kohlschreiber (Augsburg) und Mona Barthel (Neumünster). Doch der Deutsche musste schon am Dienstag nach der ersten Runde die Koffer packen.

Die deutschen Tennisprofis verbuchten bei den French Open das schlechteste Grand-Slam-Ergebnis seit neun Jahren.

Carina Witthöft ist bei den French Open in die zweite Runde eingezogen. Während Konta, die bei den Australian Open im Vorjahr bis ins Halbfinale und heuer ins Viertelfinale gekommen war, in Roland Garros zum dritten Mal in Folge in der ersten Runde scheiterte, feierte ihre Gegnerin beim siebenten Paris-Start zum zweiten Mal nach 2016 einen Auftaktsieg.

Der Weltranglisten-Zehnte muss damit weiter auf sein erstes Achtelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier warten. "Und der bedankt sich", hatte Eurosport-Experte Boris Becker während der Begegnung kritisiert.

Der 28-jährige Del Potro, der derzeit die Nummer 30 der Welt ist, hatte sich wegen Rücken- und Schulterschmerzen erst im letzten Moment für die Teilnahme am zweite Major-Turnier des Jahres entschieden. Die Britin fühlt sich zwar auf Sand nicht so sehr zu Hause, verlor aber dennoch überraschend gegen die Taiwanesin Hsieh Su-wei mit 6:1,6:7 (2), 4:6. Gefühlt war das Abschneiden der Deutschen so niederschmetternd wie selten in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten, noch schwerer zu verstehen als etwa das Roland Garros-Jahr 2008, in dem einzig die Berlinerin Sabine Lisicki die zweite Turnierrunde erreicht hatte.

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