Hunderte UBS-Angestellte ziehen von Zürich nach Biel

Seit Jahrzehnten schon im Schweizer Monopoly-Spiel die teuerste Lage Paradeplatz in Zürich mit dem Sitz der UBS und der CS

"Wir haben den Mietvertrag für ein ehemaliges Swisscom-Gebäude in Biel unterschrieben", bestätigt eine UBS-Sprecherin entsprechende Meldungen in verschiedenen deutsch- und Westschweizer Zeitungen vom Mittwoch.

Parallel zum Aufbau des Centers in Biel will die UBS ein bestehendes im waadtländischen Renens vergrössern.

Die UBS will die Kosten senken. Beispielsweise in Biel liegen die Mieten, Löhne und weitere Aufwendungen tiefer als im Wirtschaftszentrum Zürich. "Ein Umzug nach Biel bringt eine Ersparnis von 12 bis 20 Prozent", sagt der operative UBS-Chef Axel Lehmann zur NZZ.

Der Umzug nach Biel und der Ausbau von Renens sind Teil einer breit angelegten Regionalisierungsstrategie der UBS. So gab die Bank bereits Mitte November letzten Jahres bekannt, ein solches Service-Zentrum in Schaffhausen eröffnen zu wollen. Erste Mitarbeitende werden kommenden Herbst dorthin umziehen.

Ist doch gut, so bleiben die Arbeitsstellen in der Schweiz - lieber Biel statt Bangalore. Nun ist ein weiterer Standort in der Innerschweiz im Gespräch. Im Ausland betreibt die UBS schon Service-Zentren, in denen Arbeiten in den Bereichen Zahlungsverkehr, IT, Personalwesen, Buchhaltung oder Publikationen ausgeführt werden. Deshalb verlagert die Schweizer Grossbank typische Backoffice- und Corporate-Center-Aufgaben in günstigere Standorte aus, wie zum Beispiel nach Biel oder Schaffhausen, wie auch finews.ch berichtete. Heute wandern sie vermehrt weg von Zürich in andere Regionen der Schweiz.

Die Managersprache hat bereits einen Begriff dafür gefunden: Als "Nearshoring" bezeichnen Berater und Führungskräfte die Verlagerung von Stellen weg aus den Stadtzentren in Aussenquartiere und immer öfter gar in Regionen abseits der grossen Agglomerationen. Die Wirtschaftsmetropole Zürich wird jedoch erste Wahl bleiben für hochqualifizierte Angestellte. Und Zürich wird zusehends in Konkurrenz zu den globalen Wirtschaftsmetropolen treten, wie London, Singapur oder Amsterdam.

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