Nach Anschlag auf BVB-Bus | Gab es Zoff zwischen Reus und Watzke?

Borussia Dortmund- Thomas Tuchel

Thomas Tuchel, der in der Sitzung keine Bedenken und auch später keinerlei Einwände artikuliert haben soll, hatte die UEFA - und damit indirekt auch Watzke - wegen der umgehenden Neuansetzung und fehlender Mitsprachemöglichkeiten kritisiert.

Die Kontroverse um den Umgang mit dem Anschlag führte zu Differenzen zwischen dem damaligen Dortmunder Trainer Thomas Tuchel und der Vereinsführung, die schließlich in der Trennung von Tuchel am vergangenen Dienstag mündeten. Das bestätigte er via Twitter. Vor zwei Jahren trat Tuchel die Nachfolge von Jürgen Klopp an und unterzeichnete in Dortmund einen Dreijahresvertrag. "Schade, dass es nicht weitergeht", schrieb der Fußball-Trainer bei dem Kurznachrichtendienst und kam seinem bis dato Arbeitgeber zuvor.

"Danke an die Fans, an die Mannschaft, an den Staff und an alle, die uns unterstützt haben". Vor allem in puncto Talententwicklung könnte Favre für den BVB eine Bereicherung sein. Ein Affront gegen die Klubführung der Borussia und ein Beleg dafür, wie zerrüttet das Verhältnis zwischen dem Trainer und Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sowie Sportdirektor Michael Zorc gewesen sein muss.

In einer Stellungnahme bedankte sich der Verein bei Tuchel und seinem Trainerstab "für die sportlich erfolgreiche Arbeit beim BVB". "Für seine berufliche Zukunft wünschen wir Thomas Tuchel nur das Allerbeste", hieß es in einer Stellungnahme des Clubs.

Der Verein lege großen Wert darauf, dass es sich bei der Ursache der Trennung keinesfalls um eine Meinungsverschiedenheit zwischen Personen handele. In den Blickpunkt rückte vielmehr, dass BVB-Kapitän Marcel Schmelzer wegen der Ausbootung von Nuri Sahin, der in Berlin trotz der Verletzung seines Mittelfeldkollegen Julian Weigl nicht einmal im Kader stand, Kritik an Tuchels Entscheidung übte: "Ich war geschockt". Tuchel und einige BVB-Profis äußern scharfe Kritik an der Neuansetzung.

Am Tage des wichtigen Bundesligaspiels gegen Hoffenheim erscheint in der "WAZ" ein Interview mit Watzke, in dem er einen Dissens mit Tuchel über die Neuansetzung der Partie gegen Monaco bestätigt.

Tuchel deutet an, erst spät in den immerhin zehn Millionen Euro teuren Transfer des schwedischen Talents Alexander Isak eingeweiht worden zu sein. Wie der "Westfälische Anzeiger" berichtet, soll der Trainer zwar Interesse an einem Engagement bei den Borussen haben, allerdings nicht zu diesem Zeitpunkt.

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