Regensburg steigt auf, 1860 muss runter

Fußball Wie geht es weiter bei den

Präsident Peter Cassalette trat direkt nach dem beschämenden 0:2 (0:2) im Relegations-Rückspiel gegen den aus der vierten Liga nach oben durchmarschierten SSV Jahn Regensburg zurück. 1860 München muss nach den erschreckenden Szenen mit einer harten Bestrafung durch den DFB rechten. Jahn-Torwart Philipp Pentke bezeichnete die Vorkommnisse ein "Unding".

Der 48-Jährige bedankte sich bei allen im Verein, es klang wie ein Abschied.

Der wild zusammengekaufte Kader wird auseinanderfallen. "Wir haben heute gesehen: wir sind eine Mannschaft - und 60 nicht", sagte Pentke, ein ehemaliger Sechziger.

Löwen-Präsident Cassalette erklärte nach dem Abstieg seinen Rücktritt. Das hätte zur Folge, dass der e.V. deutlich an Einfluss auf die Profiabteilung verliert.

Sogar der gefeierte Jahn-Coach Heiko Herrlich äußerte Worte des Mitleids.

Der erst im April vom FC Liverpool gekommene Geschäftsführer Ayre begründete seine überraschende Kündigung im "Liverpool Echo" dann auch mit einem Richtungsstreit der 1860-Anteilseigner. Ismaik und der Verein hätten keine gemeinsame "Vision für den Verein" verfolgt. Die Uneinigkeit hätte ihm eine Weiterarbeit unmöglich gemacht.

Trainer Vitor Pereira übernahm die Verantwortung für das sportliche Desaster. Sein ambitioniertes Projekt mit den "Löwen" lautete zum Amtsantritt im Winter noch: Bundesliga-Aufstieg 2018. "Bei mir bleibt ein großer Schmerz", sagte der ehemalige Meistercoach des FC Porto. Ob 1860 auch in der 3. Liga Mieter in der riesigen Arena des ungeliebten FC Bayern bleibt, ist nur eine Frage. Als die damalige Vereinsführung noch an den Ligaerhalt glaubte, wären für die Lizenz der zweiten Liga laut der Zeitung 23,1 Millionen Euro nötig gewesen. Die "Süddeutsche" schliesst daraus, dass Ismaik zumindest den Versuch machte, 1860 zu erpressen. Klar ist: Die Zeit drängt. Dann heißen die 1860-Gegner FSV Zwickau oder SG Sonnenhof Großaspach. Denn der Club, für den einst auch Weltmeister Rudi Völler stürmte, ist nach dem Abstieg in die dritte Liga, zumindest was den Fussball anbetrifft, zurzeit Deutschlands grösster Trümmerhaufen.

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