Tischtennis: Boll im Achtelfinale - Silbereisen verliert in Düsseldorf

Düsseldorf - Tischtennis-Topstar Timo Boll (Düsseldorf) hat bei den Weltmeisterschaften in Düsseldorf den Einzug in die Runde der besten 32 geschafft.

Im Damen-Doppel schied Petrissa Solja dagegen aus. "Das ist nur eine kleine Zwischenstation".

Solja, Silbereisen und Winter sind aber mittlerweile wieder so fit, dass sie bei dieser WM ein Mammut-Programm im Einzel, Doppel und Mixed absolvieren. Die Nummer 39 der Weltrangliste verhinderte ein deutsches Drittrunden-Duell, indem er Franziska mit 4:0 schlug. Seine besondere Leistung bestand darin, sein Einzel nur zwei Stunden nach einer epischen Niederlage im Doppel gewonnen zu haben.

100 Millionen Menschen - das ist zumindest die Schätzung des chinesischen Staatsfernsehens, wie viele TV-Zuschauer sich allein im Land der Tischtennis-Weltmacht das Doppel zwischen Timo Boll und Ma Long auf der einen sowie Fan Zhendong und Xu Xin aus China auf der anderen Seite angesehen haben. Boll und Ma hatten bereits bei der WM 2015 das Pech gehabt, schon in der zweiten Runde auf die späteren Weltmeister Xu Xin und Zhang Jike zu treffen. Am Ende siegten die Chinesen mit 4:1 und Boll sagte geknickt: "Der Doppel-Wettbewerb ist für mich vermutlich die größte Chance gewesen, eine Medaille zu gewinnen". "Es war ein sehr hochklassiges Spiel". "Ma Long hat hinterher sogar gesagt, dass er überrascht war, wie stark die beiden gewesen sind", ergänzte Bundestrainer Jörg Roßkopf. Den Doppel-Frust bei den Gastgebern machte nahezu gleichzeitig der K.o. von Patrick Franziska in der gleichen Runde mit seinem dänischen Europameister-Partner Jonathan Groth komplett. "Aber so ist das bei einer WM". Das ist meine erste WM-Medaille und für mich deshalb genauso etwas Besonderes wie Geschichte zu schreiben", sagte die für den TTC eastside Berlin aufschlagende Wahl-Düsseldorferin nach der ersten DTTB-Medaille in einem Individual-Wettbewerb seit Bolls Einzel-Bronze von 2011 und fügte an: "Wir sind jetzt aber nicht zufrieden, wir wollen jetzt auch schon den Titel holen. "Klar bin ich ein bisschen enttäuscht", sagte er. Sabine Winter und Benedikt Duda scheiterten im Mixed in einem ähnlich spannenden Spiel an Lisa Lung und Cedric Nuytinck aus Belgien mit 3:4 (13:11, 11:7, 10:12, 10:12, 10:12, 11:9, 9:11).

Dimitrij Ovtcharovs Erfolg gegen den Engländer Paul Drinkhall war trotz eines Satzverlustes ungefährdet.

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