Trauriger Tag für die Weltgemeinschaft — EU zu Trump

Trump und Macron

Bundespräsidentin Doris Leuthard bedauerte den Entscheid von US-Präsident Donald Trump, aus dem Pariser Klima-Abkommen auszusteigen. Auf Trumps Hinweis, er wolle nachverhandeln, sagt Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron barsch: "Es gibt nichts zu verhandeln".

Der Kritiker und Filmemacher Michael Moore wirft Trump ein "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" vor, der seine räuberischen Handlungen auf den gesamten Planeten ausweitet. (.) Es ist Teil von Obamas Erbe, was jetzt diese Situation provoziert hat (.).

Frankreichs Umweltminister Nicolas Hulot erwartet nach der Abkehr der USA vom Pariser Klimaabkommen ein umso entschlosseneres Handeln der restlichen Welt. Das Pariser Abkommen werde gebraucht, um die Schöpfung zu bewahren.

- "Ich kann nicht mit gutem Gewissen einen Deal unterstützen, der die Vereinigten Staaten bestraft - den Weltführer beim Umweltschutz - während er den größten Verschmutzern der Welt keine bedeutenden Verpflichtungen auferlegt". Das Abkommen in seiner jetzigen Form lade die Kosten bei den amerikanischen Bürgern ab. Die Wahrheit ist die: In den Kohlerevieren Amerikas ist die Arbeitslosigkeit in den vergangenen Jahren gestiegen, Konzerne sind pleitegegangen. Schließlich liege der Kampf gegen den Klimawandel auch in dem Interesse seines eigenen Landes.

Mit seiner Entscheidung löst Trump ein Wahlkampfversprechen ein und setzt die harte Linie "Amerika zuerst" fort. Er hatte immer wieder beteuert, Arbeitsplätze in der Kohleindustrie erhalten und neue schaffen zu wollen. Er verspricht sich davon innenpolitischen Rückenwind.

"Es war eine politische Entscheidung und es ist wichtig, dass alle anerkennen, dass die Vereinigten Staaten eine großartige Bilanz bei der Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen vorweisen", sagte er.

Weltweit stieß Trumps Entscheidung auf Kritik.

Zurückhaltender fiel das Echo in der Kohle- und Öl-Branche aus. "Heute ist ein trauriger Tag für die Weltgemeinschaft", kommentierte der für Klimafragen zuständige EU-Kommissar Miguel Arias Canete am Donnerstagabend. Auch Grossbritanniens Premierministerin Theresa May und Kanadas Premier Justin Trudeau reagierten enttäuscht.

Trump appelliert auf diese Weise an die chauvinistischen Instinkte potenzieller Wähler, ohne Rücksicht auf den Schaden für die Glaubwürdigkeit seines Landes.

Wie sehr sich Trump und seine Administration bereits von Europa, aber auch von lange gepflegten engen Partnerschaften mit Ländern wie Kanada oder Australien entfernt haben, zeigte sich unmittelbar nach der Verkündung im Rosengarten des Weißen Hauses. Trumps Republikaner begrüssten die Ankündigung fast geschlossen. Die Demokraten kritisierten sie scharf.

Elon Musk hat sich aus dem Beraterkreis von US-Präsident Donald Trump zurückgezogen. Die Demokratin Hillary Clinton, die Trump im Wahlkampf unterlag, sprach von einem historischen Fehler.

Er kündigte gestern das Pariser Klimaabkommen auf - und stellt sich damit gegen den Rest der Welt.

Republikanische Politiker haben die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump gutgeheissen. FPÖ-Sprecher Walter Rauch sieht indes mit dem Ausstieg der USA das Paris-Abkommen überhaupt als gescheitert an. "Es scheint, dass die Trump-Regierung sich nicht darum kümmert, die Reputation der USA in Gefahr zu bringen". Chinas Ministerpräsident Li Keqiang sagte am Donnerstag in Berlin, sein Land werde an dem Klima-Abkommen festhalten.

Auch Russland bekannte sich zum Klimaschutzvertrag. Das Land hat zugesagt, seinen Höchststand beim CO2-Ausstoß spätestens 2030 erreichen zu wollen. Im April dieses Jahres gab Goyal den Parlamentariern Auskunft über erzielte Fortschritte bei der Verfolgung des Ziels. Die Entscheidung sei ignorant, kurzsichtig und an Verantwortungslosigkeit kaum zu überbieten, sagte er. Zwar wollen neben China auch andere wichtige Länder den Vertrag weiter befolgen.

Der Ausstieg der Vereinigten Staaten - weltweit nach China zweitgrößter Produzent von Treibhausgasen - ist ein massiver Schlag gegen das internationale Regelwerk. "Das Pariser Abkommen wird Bestand haben".

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