Theresa Mays Vier-Punkte-Plan zur Terrorbekämpfung

Mehrere Tote bei dem Vorfall

London (dpa) - Im Kampf gegen den Terror hat die britische Premierministerin Theresa May einen Vier-Punkte-Plan vorgestellt.

Nach dem dritten Anschlag in Großbritannien binnen weniger Monaten dürfe man nicht länger vorgeben, alles könne so weitergehen wie bisher, sagte May am Sonntag in einer im Fernsehen übertragenen Rede.

Notwendig sei vielmehr eine klare Verurteilung der Ideologie hinter der Gewalt, neue Gesetze zur Internetkontrolle, ausreichende Befugnisse der Sicherheitskräfte im Kampf gegen den Terrorismus und gegebenenfalls höhere Strafen auch für kleinere Verbrechen. "Es gibt. zu viel Toleranz für Extremismus in unserem Land", so May.

Die Regierungschefin erklärte weiter, die Unterhauswahlen würden wie geplant am Donnerstag stattfinden.

Der wegen des Anschlags in London unterbrochene Wahlkampf werde am Montag weitergehen, sagte May weiter. Es könne nicht zugelassen werden, dass Gewalt den demokratischen Prozess aufhalte.

Gestern Abend hatten drei Angreifer im Zentrum von London sieben Passanten getötet und mehr als 50 weitere verletzt.

Am 24. März mähte Kahlid Masood auf der Londoner Westminister Bridge drei Menschen nieder und erstach einen Polizisten. Details waren zunächst unklar. Nach Berichten des Senders Sky News wurde bereits am Morgen die Wohnung eines der Angreifer im Osten der Stadt durchsucht.

London. Die britische Premierministerin Theresa May hat in einer TV-Ansprache eine härtere Gangart gegen den Terror angekündigt. Erstens müsse die Strömung islamistischer Ideologie besiegt werden. Die Taten seien nicht isoliert zu betrachten: Es gebe dahinter kein konkretes Netzwerk, aber sie seien verbunden durch die Ideologie des islamistischen Extremismus. Die "bösartige Ideologie des islamischen Extremismus" predige Hass und behaupte, dass westliche Werte wie Frieden und Demokratie nicht mit dem Islam vereinbar seien. "Dies (der islamische Extremismus) ist als Ideologie eine Perversion des Islam und eine Perversion der Wahrheit", betonte May.

- Zweitens dürfe das Internet Extremisten keinen Rückzugsort bieten. Vielmehr müsse besser überwacht und reguliert werden, um die Kommunikationswege von Terroristen zu stören.

Den Terroristen müssten "sichere Räume" in der realen Welt genommen werden. May sprach sich zudem für ein militärisches Eingreifen gegen die Terrormiliz IS im Irak und in Syrien aus.

Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron schrieb auf Twitter, sein Land stehe nach der "neuen Tragödie" an der Seite Großbritanniens. "Wir müssen viel stärker daran arbeiten, ihn zu erkennen und ihn aus dem öffentlichen Dienst und der Gesellschaft auszurotten". Mit "Öffentlicher Dienst" meint May vermutlich etwa das Schulwesen. Großbritanniens Anti-Terror-Chef Mark Rowley erklärte, die Polizei behandele die Angriffe als "terroristische Vorfälle". Dazu gehörten etwa längere Haftstrafen für Terrorverdächtige. "Jetzt reicht "s." Die Polizei nahm in der Hauptstadt zwölf Menschen fest, die sie mit dem Anschlag in Verbindung bringt". Damals war ein 52-jähriger Mann auf der Londoner Westminster-Brücke mit hohem Tempo in Fußgänger gefahren. Anschließend tötete er mit einem Messer einen unbewaffneten Polizisten. Bei dem Terrorangriff waren sechs Menschen ums Leben gekommen.

Der Anschlag begann am späten Samstagabend auf der London Bridge und ging auf dem nahe gelegenen Borough Market weiter, der bei Touristen sehr beliebt ist. Die Terroristen griffen ihre Opfer zuerst mit einem Kleintransporter und dann mit Messern an.

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