UNO weitet Sanktionen gegen Nordkorea aus

Norkoreas Machthaber Kim Jong Un provozoert die Welt mit Atom und Raketentests

Zudem werden die Vermögen von vier staatlichen Unternehmen und Organisationen des Landes weltweit eingefroren.

Unter den 14 mit Sanktionen belegten Einzelpersonen ist unter anderem Cho Il U, der mutmasslich für die Spionagearbeit Nordkoreas im Ausland verantwortlich ist. Sie haben laut der UNO Verbindungen zum nordkoreanischen Atomprogramm - und werden nun mit Reiseverboten belegt.

Die ersten Strafmaßnahmen wegen des Raketen- und Atomprogramms in Nordkorea verhängten die UN 2006. Auch ein Verkaufsverbot für Waffen, Flugzeug- und Raketentreibstoff sowie für Gegenstände, die dem Militär zugutekommen könnten, wurde verhängt; jede Fracht mit Ziel oder Herkunft Nordkorea wird untersucht. Es ist die siebte Uno-Resolution dieser Art seit 2006, Wirkung gezeigt hat bisher keine von ihnen. Nordkorea hatte zuletzt mehrere Raketen getestet und erklärt, es arbeite auch an Langstreckenraketen, mit deren Reichweite auch die USA getroffen werden könnten.

Nordkorea hat laut US-Aussenminister James Mattis seine Bestrebungen nach Atomwaffen beschleunigt. Zuletzt verhängte der Rat ein Exportverbot für Metall- Rohstoffe, um das Land wirtschaftlich stärker unter Druck zu setzen. Vor allem Japan und Südkorea fürchten sich als Nachbarn vor Nordkorea.

Selbst China müsse seinen bisherigen Schützling Pjöngjang eher als Belastung denn als Aktivposten sehen, sagte Mattis heute bei einer regionalen Sicherheitskonferenz in Singapur. Insbesondere China zeigte sich bislang aus strategischen Gründen zurückhaltend, den ohnehin schon umfassenden Strafkatalog gegen seinen engen Handelspartner Nordkorea erneut auszudehnen. Dies stelle eine eindeutige und gegenwärtige Bedrohung dar, die alle betrifft, sagte Mattis am Samstag beim Shangri-La Dialogue in Singapur. Jüngste Schätzungen beziffern die Anzahl von Atombomben auf zwischen zehn (südkoreanisches Verteidigungsministerium vom Januar 2017) und 21 (US-Organisation Institute for Science and International Security vom Juni 2016). Russlands Vertreter bei den Vereinten Nationen, Wladimir Safronkow, unterstützte den chinesischen Vorschlag. 15 Ja-Stimmen also für schärfere Sanktionen gegen Nordkorea, wie der bolivianische Sitzungspräsident festhält.

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