Auch Deutsche bei Terroranschlag in London verletzt

Ermittler der Polizei auf der Spurensuche nach dem Anschlag in London Die Terrormiliz Islamischer Staat reklamiert die Tat für sich

Premierministerin Theresa May besuchte am Sonntag einige der Opfer in einem Krankenhaus im Süden Londons. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verurteilte den Anschlag und sicherte Großbritannien die Unterstützung Deutschlands zu.

Wenige Tage vor der Parlamentswahl in Großbritannien sind bei einem Anschlag in London sechs Menschen getötet und mehr als 50 weitere verletzt worden.

Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, rasten drei Männer mit einem Kleintransporter auf der zentralen London Bridge in Passanten und stachen dann im nahe gelegenen Touristen- und Vergnügungsviertel Borough Market mit Messern auf weitere Menschen ein. Acht Minuten nach dem ersten Notruf erschossen Polizisten die drei Männer, die Sprengstoffattrappen trugen.

Mindestens 30 Menschen seien verletzt worden, teilten Rettungskräfte am frühen Morgen auf Twitter mit. Sie hätten wahllos auf Menschen eingestochen.

Am Sonntag teilten die Gesundheitsbehörden mit, dass noch 36 Verletzte im Krankenhaus behandelt würden.

Angaben zur Identität der Angreifer und ihrem möglichen Motiv machte Scotland Yard zunächst nicht. Anschließend erstach er auf dem Parlamentsgelände einen unbewaffneten Polizisten und wurde schließlich erschossen. Bei Razzien im multi-ethnischen Viertel Barking im Osten Londons nahmen die Ermittler zwölf Verdächtige fest.

Es war der dritte Anschlag binnen drei Monaten in Großbritannien.

Bei dem Attentat am Samstagabend waren mindestens sieben Menschen getötet worden. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Tat für sich.

Am 22. Mai hatte sich der Selbstmordattentäter Salman Abedi am Ende eines Konzertes von US-Popstar Ariana Grande in Manchester in die Luft gesprengt und 22 Menschen mit in den Tod gerissen.

Regierungschefin May verurteilte die "bösartige Ideologie des islamistischen Extremismus", die hinter den jüngsten Anschlägen in Grossbritannien stecke. Man müsse aber noch weiter ermitteln, um dies mit hundertprozentiger Sicherheit sagen zu können, erklärte Anti-Terror-Chef Rowley. "Wir sind heute über alle Grenzen hinweg im Entsetzen und der Trauer vereint, aber genauso in der Entschiedenheit", erklärte Merkel. Angaben zu allfälligen Schweizer Opfern lägen bis zur Stunde keine vor, teilte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Sonntagmorgen auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda mit. Am Pariser Eiffelturm sollte die Beleuchtung des Eiffelturms in der Nacht ausgeschaltet werden. Auf Twitter erklärte er, Frankreich stehe stärker denn je Seite an Seite mit dem Vereinigten Königreich.

Am Donnerstag sollten die Briten wie geplant zur Wahl gehen, betonte Khan.

Ein Taxifahrer sagte der BBC, der weisse Kleintransporter habe auf der London Bridge zahlreiche Passanten umgefahren.

Für Sonntagabend stand ein Benefizkonzert mit Grande und weiteren Stars zugunsten der Opfer in Manchester auf dem Programm.

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