Das ist zur Terrorattacke in London bestätigt

Die Polizei marschiert mit Schutzschilden an der London Bridge und dem Borough Market

Große Bereiche der Stadt sind gesperrt. Alle drei verdächtigen Männer seien tot, sagte die Londoner Polizeichefin Cressida Dick am Sonntagmorgen.

Rettungskräfte helfen Verletzten nach dem Anschlag.

In der Nähe des Tatorts versuchen immer Menschen, sich am Absperrband an den Polizisten vorbeizuschleichen.

In London hat es am späten Samstagabend zwei schwere Terror-Attacken mit Toten gegeben. Unter den Verletzten waren auch zwei Deutsche, mindestens vier Franzosen, ein Spanier und ein Australier.

Nach Augenzeugenberichten griffen die Täter ihre Opfer mit einem Fahrzeug und Messern an, wie der britische Sender BBC berichtete. Die Täter hätten gerufen: "This is for Allah". Wenige Tage später wird der 24 Jahre alte Tunesier bei einer Polizeikontrolle nahe Mailand erschossen. Außerdem seien noch Hausdurchsuchungen im Gange. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass die drei Attentäter allein gehandelt haben.

Die britische Innenministerin Amber Rudd hat die Anschläge als "entsetzlich" bezeichnet. Man müsse aber noch weitere Ermittlungen durchführen, um dies mit hundertprozentiger Sicherheit sagen zu können, sagte Großbritanniens Anti-Terror-Chef Mark Rowley.

Erst vor knapp zwei Wochen hatte der 22-jährige Selbstmordattentäter Salman Abedi nach einem Konzert des Teenie-Stars Ariana Grande in Manchester mit einer Bombe 22 Menschen mit in den Tod gerissen. Die Terrorattacke auf der London Bridge erinnert auch an den Angriff vom 22. März.

Die Tat: Mehrere Männer sind in einem weissen Transporter am Samstagabend kurz nach 22 Uhr Ortszeit (23 Uhr MEZ) über den Fussweg der London Bridge gerast. Anschließend stachen sie im nahe gelegenen Borough Market mit Messern auf Menschen ein. Fünf Menschen starben damals, der Attentäter wurde von der Polizei erschossen. Zum schwersten Anschlag in der Geschichte Großbritanniens bekennt sich das Terrornetzwerk al-Qaida. Grossbritannien soll am Donnerstag (8. Juni) ein neues Parlament wählen.

Die britischen Parteien wollen nun ihren Wahlkampf aussetzen. International löste das Attentat Bestürzung aus.

Premierministerin Theresa May besuchte am Sonntag einige der Opfer in einem Krankenhaus im Süden Londons. Das berichtete die auf die Auswertung dschihadistischer Propaganda spezialisierte Site Intelligence Group in der Nacht auf Sonntag unter Berufung auf IS-nahe Medien. Dabei sollte entschieden werden, ob erneut die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen wird. Das heißt, dass sie sich auf einen "unmittelbar bevorstehenden" Anschlag vorbereiten - und nun Soldaten auf den Straßen zu sehen sind.

Ein weiterer Vorfall in Vauxhall, den die Polizei zunächst gemeldet hatte, stand den Angaben zufolge nicht im Zusammenhang mit den Angriffen auf der Brücke und am Borough Market. Die Attentäter hätten Kleidungsstücke getragen, die wie Sprengstoffwesten aussahen. Diese stellen sich später als Attrappen heraus. Das kommt für Londons Bürgermeister Sadiq Khan nicht in Frage. Sie bat die Menschen, nicht leichtfertig Videos und Bilder von den Tatorten in Umlauf zu bringen.

May verurteilte die "bösartige" Ideologie hinter den jüngsten Terrorattacken. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erklärte, Frankreich stehe angesichts dieser "neuerlichen Tragödie mehr denn je an der Seite des Vereinigten Königreichs". "Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien". Nach mehreren Vorläufern wurde 1831 der Neubau eingeweiht.

Uhr - Laut europäischen Sicherheitskreisen ist es zu früh zu sagen, ob es sich bei dem Vorfall auf der London Bridge um einen Anschlag handelt. Das Angebot der bunten Stände lässt Feinschmeckerherzen höher schlagen: Hier gibt es vor allem biologische Lebensmittel und englische Leckereien sowie frischen Fisch. Der Borough Markt ist eine beliebte Touristenattraktion.

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