IS will für Anschlag in London verantwortlich sein

Forensiker sichern am Montag Spuren in der Borough High Street

Premierministerin May warnte vor einem Trend, bei dem Terror noch mehr Terror hervorrufe. Polizei auf Twitter BBC Theresa Mays Vier-Punkte-Plan zur Terrorbekämpfung Terroranschlag mitten im britischen Wahlkampf Islamistischer Terror in europäischen Metropolen Dschihad im Ramadan: Der Ramadan gilt unter Muslimen eigentlich als eine Zeit des Friedens und der Enthaltsamkeit. Deutschland stehe in Kontakt mit den britischen Sicherheitsbehörden. Britische Medien berichtete von weiteren Festnahmen, welche aber von der Polizei nicht bestätigt wurden.

Den Opfern des Londoner Terroranschlag soll am Dienstag mit einer Schweigeminute gedacht werden.

Die Extremistenmiliz Islamischer Staat hat den Anschlag von London für sich reklamiert.

Dick zufolge hätte der IS über seine Kanäle die Menschen generell aufgefordert, "mit einfachen Mitteln" die Anschläge selbst in die Hand zu nehmen. Islamische Extremisten gehen davon aus, dass ein Märtyrertod im Ramadan den Kämpfern im "Heiligen" Krieg die höchsten und besten Plätze im Paradies beschert. Birmingham und Manchester gelten als Brennpunkte, aber auch Viertel in London. Die Regierung müsse darauf reagieren und ihre Strategien im Anti-Terror-Kampf überdenken. Auch sollen die Militäreinsätze in den IS-Hochburgen Syrien und Irak fortgeführt werden. Es gebe ausserdem "viel zu viel Toleranz für Extremismus in unserem Land". Am Pfingstmontag hieß es, dass die Namen veröffentlicht würden, "sobald es die Ermittlungen erlauben". Angeblich hatte einer der Attentäter eine irische Aufenthaltsgenehmigung.

Zu den Schwerverletzten zählt ein Polizist, der als einer der ersten am Anschlagsort eintraf. Bei den Attacken auf die London Bridge und den Borough Market hatten die Angreifer am Samstagabend hatten mindestens sieben Menschen getötet. Weil die Attentäter augenscheinlich Sprengstoffwesten trugen, eröffneten die Polizisten sofort das Feuer. "Dies ist für Allah", rufen die Terroristen nach Augenzeugenberichten.

• Die Täter Die Polizei stellt drei männliche Tatverdächtige und erschiesst sie am Borough Market - acht Minuten nach Eingang des Notrufs. Dabei handelte es sich aber um eine Messerstecherei, die nichts mit den Terrorrattacken im Zentrum zu tun habe, teilte Scotland Yard mit. Zahlreiche Fussballfans verfolgten das Endspiel am Samstagabend in den Bars rund um den Borough Market.

Der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian teilte mit, dass ein Franzose zu den Todesopfern zähle und ein weiterer noch vermisst werde. 21 von ihnen schwebten demnach in Lebensgefahr.

Die Terrorwarnstufe wurde, anders als nach dem Anschlag auf eine Konzerthalle in Manchester vor weniger als zwei Wochen, nicht erhöht.

Premierministerin Theresa May hatte zunächst von einem möglichen Terrorakt gesprochen, die Polizei wenig später dann von Terroranschlägen.

US-Präsident Donald Trump sagte Großbritannien nach den Terroranschlägen in London erneut "unerschütterliche Unterstützung" zu. Derzeit haben mehrere US-Richter das Verbot gestoppt, die Regierung hat den Supreme Court angerufen. Für diese Nachricht, die sich an den muslimischen Politiker Khan richtete, wurde Trump im Netz scharf kritisiert.

"Das ist keine neue Dimension", sagte Innenminister de Maizière.

Die Polizei von Manchester erhöht nach dem Anschlag in London die Sicherheit am Benefizkonzert von Popsängerin Ariana Grande am Sonntagabend. Sieben Menschen kamen noch am Tatort ums Leben. Die Polizei hatte die Männer kurz nach dem Anschlag erschossen. Ein Bekennerschreiben gibt es bislang nicht.

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