Panik beim Public Viewing in Turin - 1000 Verletzte

Fabian Hambüchen hält sich eine Rückkehr ins hochkarätige Turnen weiter offen

Turin - Bei einer Massenpanik während der Übertragung des Champions-League-Endspiels zwischen J uventus Turin und Real Madrid (1:4) sind am Samstagabend in der Turiner Innenstadt mindestens 1400 Personen verletzt worden.

Zehn Minuten waren es noch bis zum Abpfiff des Champions-League-Finales, als es auf der Piazza San Carlo in Turin knallte. Darunter seien drei Schwerverletzte, teilte die Präfektur in Turin am Sonntag mit.

Die Rufe und der Lärm lösten Terrorangst unter den 30.000 Teilnehmern des Public Viewing aus. "Es war wie im Heysel-Stadion in Brüssel vor 32 Jahren, ich war damals dabei", berichtete ein älterer Mann geschockt.

Nach Angaben des Polizeipräsidenten war wahrscheinlich ein Knallkörper explodiert und hatte die Menschen in die Flucht getrieben. Hinzu kommt: Wenn wirklich ein Böller oder etwas ähnliches die Panik ausgelöst hat, wie konnte den jemand in die Menge bringen? Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf.

Juventus-Fans versammeln sich am Samstag auf dem Platz San Carlo in Turin. Nach der Explosion sollen mehrere Personen gerufen haben, es sei eine Bombe hochgegangen. (Bild: Giorgio Perottino / Reuters) Die Zuschauer versuchen auf schnellstem Weg zu fliehen.

Der genaue Unglückshergang ist noch unklar. So sollen Fluchtwege blockiert oder gar nicht erst ausgeschildert gewesen sein, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Der Boden war übersät mit verloren gegangenen Schuhen, Taschen und Bierflaschen. Menschen flüchten sich auf Kioskdächer, suchen Freunde und Kinder, die im Gedränge verloren gegangen sind.

"Es gab nur Kontrollen, was gefälschte Merchandising-Produkte anging, aber keine Kontrollen, um den Flaschenverkauf und den ungeregelten Zugang zu verhindern", schrieb ein Nutzer auf Twitter an Turins Bürgermeisterin Appendino. Es wurden Vorwürfe an die Organisatoren des Massenevents laut.

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