Täter, Opfer, Hintergründe Terroranschlag in London - Was wir wissen und was nicht

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Uhr - Die Attentäter von London waren nach den Worten von Innenministerin Amber Rudd wahrscheinlich "radikale islamische Terroristen".

Erst vor wenigen Tagen hatte ein Selbstmordattentäter nach einem Konzert in Manchester 22 Menschen mit in den Tod gerissen.

London war geschockt. London trauert. Bewaffnete Polizei sei vor Ort, berichteten britische Medien. "Sie hassen Demokratie." Es habe sich um einen feigen Angriff auf unschuldige Bürger und Besucher gehandelt, die London an einem Samstagabend genießen wollten.

Eine BBC-Reporterin, die zum Zeitpunkt des Vorfalls selbst auf der Brücke war, berichtet, der Lieferwagen wurde von einem männlichen Fahrer gesteuert, der rund 80 Stundenkilometer fuhr. Er rast schließlich gegen einen Zaun an der Southwark Cathedral. Der Borough Markt ist eine beliebte Touristenattraktion.

Polizisten sperren am Morgen nach dem Anschlag in London den Bereich um die London Bridge und den Borough Market ab.

Weitere Bilder anzeigen 1 von 31Foto: imago/PA ImagesTrauer auch in der Ferne: Cricket-Spieler aus dem Londoner Ortsteil Wimbledon vor einer Partie am Sonntag in Belgien. Vom Notruf bis zur Erschiessung der Angreifer vergingen acht Minuten. Dort seien auch Schüsse gefallen, teilte die Polizei mit. Die mutmaßlichen Täter sollen Sprengstoffwesten-Attrappen getragen haben. Insgesamt hatte die Polizei drei Täter erschossen. Nach Angaben der Polizei gab es bis zum Nachmittag zwölf Festnahmen.

Premierministerin Theresa May wurde nach Angaben aus der Downing Street über die Geschehnisse auf dem Laufenden gehalten. Das Fahrzeug habe zahlreiche Passanten umgefahren, sagte ein Taxifahrer der BBC.

Die Ereignisse in London wecken Erinnerungen an einen islamistisch motivierten Anschlag im März. Ihr Sprachrohr Amak verbreitete eine entsprechende Erklärung im Internet. Offen ist allerdings noch, ob die polizeilichen Ermittlungen in dieselbe Richtung weisen. Rund 50 Verletzte werden derzeit in Londoner Spitälern behandelt. Petersburg, und die Staats- und Regierungschefs der drei ebenfalls betroffenen Länder erklärten sich rasch mit Großbritannien solidarisch. 48 Verletzte seien in Spitäler gebracht worden, während mehrere Leichtverletzte am Tatort versorgt worden seien, teilten die Rettungsdienste am Sonntag mit. Nach derzeitigen Informationen sind keine Österreicher unter den Opfern. 21 von ihnen schwebten in Lebensgefahr. Ihm wurde ins Gesicht und ins Bein gestochen. Darunter sind auch zwei deutsche Staatsangehörige, wie der deutsche Innenminister Thomas de Maizière bestätigt hat. Es gibt knapp 60 Verletzte, darunter viele Kinder und Jugendliche. Auch die drei Angreifer sind tot.

Nach dem Anschlag in London sind im Osten der britischen Hauptstadt zwölf Verdächtige festgenommen worden.

Die Razzia gilt offenbar dem Wohnort eines der getöteten Attentäter, berichtet der Sender Sky News.

Alle drei an dem Anschlag beteiligten Terroristen wurden von der Polizei erschossen. Den Lieferwagen hatte einer der Täter kurz vorher angemietet. Demzufolge befanden sich noch sieben Frauen und vier Männer in Gewahrsam, nachdem ein Mann auf freien Fuß gesetzt worden war. Ein 55-Jähriger sei wieder freigelassen worden. In welchem Verhältnis die Personen zu den drei Attentätern stehen, ergibt sich aus der Stellungnahme. Dabei sollte entschieden werden, ob erneut die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen wird. Hier sollen CNN zufolge zwei Männer ein Restaurant gestürmt und mit Messern auf eine Kellnerin und einen weiteren Anwesenden eingestochen haben. "Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien". Die massive Betonkonstruktion verbindet die Londoner Stadtbezirke City of London im Norden und Southwark im Süden. Borough Market am Südende der Brücke ist eine weltberühmte Markthalle. Die Polizei rief die Bevölkerung auf, wachsam zu sein und die Gegend zu meiden.

Das Polizeiaufgebot war bereits kurz nach dem Anschlag sehr hoch. Der Bahnhof London Bridge wurde geschlossen und die Polizei riegelte die Umgebung schnell ab. Der Anschlag sei "ein grausamer Angriff auf friedlich flanierende Menschen".

Die Terrorattacke auf der London Bridge erinnert an einen Angriff im März: Am 22. März war ein 52-jähriger Mann auf der Westminster-Brücke in London mit hohem Tempo in Fußgänger gefahren.

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