Terrorismus | Benefizkonzert in Manchester: Zeichen gegen Terror und große Party

Frankie Grande kann seiner Schwester Ariana nur beipflichten

Unter dem Motto "One Love" (dt.: eine Liebe) treten zahlreiche Pop-Größen auf, die Einnahmen und zusätzliche Spenden gehen an die Hinterbliebenen der Todesopfer und an die vielen Verletzten, die noch immer in den Krankenhäusern Manchesters liegen. Unter den Weltstars, die am Sonntag gegen den Terror auftreten, sind Miley Cyrus, Justin Bieber, Pharrell Williams, die Black Eyed Peas, Katy Perry und allen voran Ariana Grande. Am Freitag hatte sie überraschend bei dem Anschlag verletzte Kinder besucht. Nach dem Anschlag war mir bald klar: "Wir müssen etwas tun!", sagte Ariana Grande auf der Bühne. Viele der Konzertbesucher trugen Anstecker mit der Aufschrift "Für unsere Engel". Die beiden 19-jährigen Stacie Richardson und James Bend sagten, sie wollten Grande als auch den 22 Todesopfern ihre Solidarität zeigen. Mit dem Konzert auf dem Cricket-Spielfeld im Stadtteil Old Trafford sollte Geld für die Opfer des Anschlags vom 22. Mai gesammelt werden. Die Großveranstaltung fand nicht einmal 24 Stunden nach einem erneuten Anschlag in Großbritannien statt, bei dem im Herzen von London sieben Menschen getötet und dutzende weitere verletzt wurden. Einige hielten Zettel mit der Aufschrift "Wir stehen zusammen" hoch oder posierten mit Polizisten.

Auch Ariana Grandes Manager Scooter Braun bekräftigte laut BBC, das Konzert werde stattfinden.

"Ich danke euch so sehr, dass ihr zusammengekommen und so liebend, stark und einig seid. (.) Diese Einigkeit, die ihr hier heute Abend zeigt, ist die Medizin, die die Erde genau jetzt braucht", sagte Sängerin Ariana Grande. Die Mitarbeiter eines Supermarktes verteilten Gratis-Snacks. Zeitweise verfolgten deutlich mehr als 600.000 Menschen den Live-Stream bei YouTube, zusammen mit den Übertragungen bei anderen sozialen Netzwerken und etlichen Fernsehsendern auf der ganzen Welt dürften zig Millionen Menschen live zugeschaut haben.

Musikalisch blieb das Konzert aber zwei von vielen erhoffte Reunions schuldig. Take That und Robbie Williams standen zwar kurz gemeinsam auf der Bühne, aber nur, um sich gegenseitig abzuklatschen, denn Williams sang direkt im Anschluss an seine alten Bandkollegen - eine Wiedervereinigung war das nicht.

Ein Großaufgebot von teils schwer bewaffneten Beamten sorgt für Sicherheit auf dem Gelände, nicht weit von der Konzerthalle entfernt, in der vor knapp zwei Wochen so viele Unschuldige ihr Leben lassen mussten.

Es wird live in Fernsehe, Radio und im Netz übertragen. Jeder Besucher werde abgetastet, hatte die Polizei vorab angekündigt. In Deutschland sendet der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) das Benefizkonzert live in seinem Fernsehprogramm. In der Schweiz überträgt Radio SRF 3 das Konzert. Die Behörden rechneten mit insgesamt etwa 130'000 Menschen rund um das Konzertgelände.

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