Terrorismus | Regierung kündigt nach London-Anschlag harten Anti-Terror-Kurs an

Terrorismus | Regierung kündigt nach London-Anschlag harten Anti-Terror-Kurs an

Premierministerin May kündigte an, die Anti-Terror-Strategie des Landes zu überprüfen. Nach Angaben des britischen Nachrichtensenders Sky News durchsuchten Ermittler die Wohnung von einem der Attentäter. Bei Razzien im multi-ethnischen Viertel Barking im Osten Londons nahmen sie zwölf Verdächtige fest. Die Ermittlungen würden weiterlaufen, gab die Polizei bekannt. Umsäumt von Pubs und kleinen Restaurants ist der Borough Market auch bei Einheimischen ein beliebter Treffpunkt.

48 Verletzte wurden in Krankenhäuser eingeliefert, mehrere weitere Menschen behandelten die Rettungskräfte vor Ort. Wie das Auswärtige Amt in Berlin am Sonntag mitteilte, befindet sich darunter auch eine schwer verletzte Person. Davon schwebten nach Angaben der Gesundheitsbehörden 21 in Lebensgefahr. Auch zwei Polizisten sind verletzt. Einem Polizisten wurde nach Polizeiangaben ins Gesicht gestochen.

Premierministerin Theresa May hatte zuerst von einem möglichen Terrorakt gesprochen. "Jetzt reicht es", sagte die Regierungschefin in der britischen Hauptstadt. Ähnlich äußerte sich Kanzlerin Angela Merkel: "Wir sind heute über alle Grenzen hinweg im Entsetzen und der Trauer vereint, aber genauso in der Entschiedenheit". May sprach von einer "bösartigen Ideologie des islamistischen Extremismus". Es gebe außerdem "viel zu viel Toleranz für Extremismus in unserem Land", sagte sie. Internet und Messengerdienste dürften Extremisten keinen Rückzugsort mehr bieten. Sie betonte, dafür brauche es internationale Vereinbarungen. Am Donnerstag findet in Großbritannien die Parlamentswahl statt. Es könne nicht zugelassen werden, dass Gewalt den demokratischen Prozess aufhalte.

Die Terrorattacke auf der London Bridge erinnert an einen Angriff im März: Am 22. März war ein 52-jähriger Mann auf der Westminster-Brücke in London mit hohem Tempo in Fußgänger gefahren. Man müsse aber noch weiter ermitteln, um dies mit hundertprozentiger Sicherheit sagen zu können, erklärte Großbritanniens Anti-Terror-Chef Mark Rowley. "Das war wie ein Amoklauf", zitierte die BBC einen Zeugen.

Gibt es außer den drei Angreifern weitere Beteiligte?

Wie The Sun meldet, sollen zwei Terroristen von der Polizei erschossen wurden sein, drei sind offenbar noch auf der Flucht.

Drei mutmaßliche Angreifer wurden erschossen. Details waren zunächst unklar. Die Polizei erklärte am Abend allerdings, sie sei "zunehmend zuversichtlich, dass diese Attacke von drei Individuen verübt" worden sei.

Über IS-Propagandakanäle wurde zudem ein Bild verbreitet, das den Anschlag verherrlicht. Bei dem Terrorangriff waren sechs Menschen ums Leben gekommen. Der Angreifer wurde damals auch erschossen. Zu dem jüngsten Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Jedoch verwies Rita Katz, Direktorin der auf dschihadistische Propaganda spezialisierten Site Intelligence Group, darauf, dass Anhänger der IS-Terrorgruppe den Anschlag in ihren Foren und Chat-Kanälen feierten und den IS hinter der Tat vermuteten. Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) zeigte sich auf Twitter "erschüttert" über die "feigen Anschläge in London".

Nach dem Terroranschlag wollen die britischen Parteien ihren Wahlkampf aussetzen. "Wir werden diese Feiglinge nie gewinnen lassen, und wir werden uns nie vom Terrorismus einschüchtern lassen". CNN zufolge hatte sich Khan mit seiner Äußerung aber auf die Präsenz von Soldaten auf der Straße bezogen.

Auch US-Präsident Donald Trump verurteilte den Anschlag.

Der französische Staatspräsidenten Emmanuel Macron schrieb auf Twitter, Frankreich stehe nach der "neuen Tragödie" an der Seite Großbritanniens. Sie bekundete den Opfern und ihren Angehörigen ihre Anteilnahme. Sie unterstütze die "Shoot to Kill"-Linie der Polizei, also gezielte Schüsse in Tötungsabsicht auf Angreifer, sagte May am Montag vor Journalisten".

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