Tillerson relativiert Ausstieg aus Klimaabkommen

Die Kuppel des Kapitols in Washington ist hinter den Schornsteinen des Kapitol Kraftwerks dem einzigen Kohlekraftwerk in der US Hauptstadt zu sehen

Die USA verlassen das Pariser Abkommen zum globalen Klimaschutz. Die Entscheidung sei ein "globaler Rückschlag", hieß es am Freitag in einem Kommentar der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua.

Die USA würden ab sofort die nicht bindenden Teile des Abkommens nicht mehr befolgen.

Auch fürchte er nicht, dass nun andere Länder dem Beispiel der USA folgen könnten und aus wirtschaftlichen Gründen dem Abkommen wieder den Rücken kehren könnten. "Weiter alle Kraft für globale Klimapolitik, die unsere Erde bewahrt", twitterte Regierungssprecher Steffen Seibert im Namen von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Ihre Regierungschefs sind der festen Überzeugung, dass das Übereinkommen nicht neu verhandelt werden könne. "Das Pariser Abkommen ist auf höchster Ebene ungerecht für die USA", sagte er. In einem Brief an die Apple-Angestellten schrieb Cook, "Der Klimawandel ist eine Tatsache und wir alle sind verantwortlich dafür, ihn zu bekämpfen".

US-Präsident Donald Trump verkündet in Washington den Rückzug aus dem Pariser Klimaabkommen.

International warnten Spitzenpolitiker den US-Präsidenten noch Stunden vor Trumps Ankündigung eindringlich vor einem Ausstieg.

"Es ist die dümmste und unverantwortlichste Handlung unserer Nation, seit sie den Krieg im Irak begann", stimmt Klimaexperte Bill McKibben zu. Der Weg, daran gebe es keinen Zweifel, sei steinig.

Es ist seine bislang folgenschwerste Entscheidung.

Die EU-Kommission erklärte in einer ersten Reaktion, sie werde sich nun um neue Bündnisse im Kampf gegen den Klimawandel bemühen.

"Dies ist ein trauriger Tag für die Welt". Leidenschaftliche Bekenntnisse zum Klimaschutz kamen unter anderem aus Deutschland. Der Ausstieg der USA - weltweit nach China zweitgrößter Produzent von Treibhausgasen - ist ein schwerer Rückschlag. Der Vertrag unterwandere die US-Wirtschaft, koste das Land Jobs und sei unfair gegenüber den USA. Der ehemalige Präsident liegt bereit seit längerem mit Trump wegen des geplanten Mauerbaus an der Grenze zu Mexiko im Clinch. Weltweit erntete der US-Präsident massive Kritik mit seinem Vorgehen. Der Rückzug von Paris lasse amerikanische Arbeiter und Familien zurück. Auch US-Autobauer Ford beteuerte Engagement für den Umweltschutz. Die USA schwächten sich damit selber. "Diese Regierung schließt sich einer kleinen Hand voll von Nationen an, die die Zukunft verleugnet", hieß es in Stellungnahme.

Washington. Der angekündigte Rückzug der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen hat weltweit beispiellose Kritik am Kurswechsel Washingtons hervorgerufen.

Es wird befürchtet, dass Trumps Alleingang eine Kettenreaktion auslöst und sich auch andere der 195 Unterzeichnerstaaten vom Klimaschutz verabschieden. Der Wohlstand der USA stehe auf dem Spiel.

Russlands Staatschef Wladimir Putin äußerte unterdessen Verständnis für Trumps Entscheidung. Wie mit Trump Kompromisse erreicht werden sollen, steht in den Sternen.

Der Sprecher des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, erklärte, das Abkommen sei schlichtweg ein schlechter Deal für Amerika gewesen.

Die Demokraten zeigten sich empört über den geplanten Austritt. Er schreckt nicht davor zurück, eine der wichtigsten internationalen Vereinbarungen des 21. Jahrhunderts aufzukündigen, um seiner Wählerschaft zu gefallen. Eine Gruppe demokratischer Gouverneure appellierte an die US-Staaten, Vorgaben und Ziele des Klimaabkommens unabhängig von Trumps Entscheidung weiterhin durchzusetzen.

Climate Action Tracker zu US-Austritt, Engl. Das gab der Chef des Elektroautoherstellers Tesla via Twitter bekannt. "Der Klimawandel ist real", schrieb Musk auf Twitter. Das deutsche Außenministerium teilte mit, die USA würden sich selbst und allen anderen Völkern der Welt schaden.

Die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump bezeichnete Tusk als "großen Fehler".

"Heute zerreißt es denen das Herz, die die Zukunft lieben", schrieb Italiens Ex-Ministerpräsident Matteo Renzi auf Twitter. General Motors erklärte dagegen, dass Chefin Mary Barra weiterhin an den Beratungen mit Trump teilnehmen werde.

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