Anschläge: Ghani: Opferzahl nach Anschlag im Diplomatenviertel in Kabul auf 150 gestiegen

Autobombenanschlag in Kabul

AFGHANISTAN ⋅ Die Zahl der Toten nach dem Anschlag im Diplomatenviertel von Kabul am vergangenen Mittwoch hat sich nach Angaben der afghanischen Regierung drastisch erhöht.

"Wir bieten eine Chance auf einen Frieden, aber das ist kein unbefristetes Angebot", sagte Ghani.

Afghanistans Präsident Ghani warnte die radikalislamischen Taliban vor einem Umsturzversuch. Mit Blick auf Ort und Zeitpunkt möglicher Friedensgespräche zeigte sich Gahni flexibel. Direkte Gespräche zwischen Kabul und den Extremisten waren im Sommer 2015 nach dem Tod des langjährigen Taliban-Anführers Mullah Omar abgebrochen worden. Das Geschoss schlug aber in der Residenz des indischen Botschafters ein. Bisher waren die Behörden davon ausgegangen, dass bei dem Anschlag in unmittelbarer Nähe der deutschen Botschaft mindestens 90 Menschen getötet wurden. Es werde ihnen nicht gelingen, die Regierung zu stürzen, sagte der Präsident am Dienstag.

Dabei wurden mehr als 150 Menschen getötet, sagte Ghani am Dienstag zum Auftakt der Konferenz. Bei der Explosion wurden auch mehrere Botschaften von EU-Ländern beschädigt, darunter jene von Deutschland.

Zu der Afghanistan-Konferenz waren ursprünglich stellvertretende Außenminister und Gesandte aus 25 Ländern eingeladen, darunter aus den USA, Russland, China, Pakistan, dem Iran und Indien. Dem afghanischen Innenministerium zufolge sprengte sich ein Selbstmordattentäter mit einem mit 1500 Kilogramm Sprengstoff beladenen Tanklaster mitten im hochgesicherten Diplomatenviertel in die Luft. Die Taliban wiesen eine Beteiligung an dem Anschlag zurück. In der westafghanischen Grossstadt Herat kam es am Dienstag zu einer Bombenexplosion vor einer grossen Moschee. Am Samstag wurden bei einem Anschlag auf die Trauerfeier für eines der Opfer mindestens sieben Menschen getötet. Wer hinter dem Anschlag steckt war nicht bekannt.

Kurz nach Beginn einer internationalen Friedens- und Sicherheitskonferenz in der afghanischen Hauptstadt Kabul ist am Dienstag unweit des Konferenzortes eine Rakete eingeschlagen.

Laut Präsident Ghani stieg die Zahl der ausländischen Kämpfer in den vergangenen Jahren von 200 auf 11'000. Afghanische Sicherheitskräfte versuchen seit langem ausländische Kämpfer für die anhaltende Gewalt verantwortlich zu machen. Auch deshalb diskutieren NATO-Partner, ob sie wieder mehr Truppen nach Afghanistan schicken sollen.

Er rief die Bevölkerung am Wochenende zur Ruhe auf, angesichts der Proteste, die es in Kabul gegen seine Regierung gab: "Bei der derzeitigen Situation in Afghanistan rufe ich alle dazu auf, ihre Forderungen in einer Weise zum Ausdruck zu bringen, der nicht den Feinden Afghanistans in die Hände spielt". Sicherheitsexperten befürchten, dass diese neuen großen rechtsfreien Räume Al-Kaida-Kämpfern und aus Syrien und dem Irak fliehenden Kämpfern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) eine Zuflucht bieten könnten.

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